Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1108/85937.html    Veröffentlicht: 24.08.2011 10:33    Kurz-URL: https://glm.io/85937

Spiegellose Luxuskamera

Sony NEX 7 mit OLED-Sucher und 24,3 Megapixeln

Sony bringt mit der NEX-7 ein neues Systemkamera-Spitzenmodell mit Metallgehäuse auf den Markt, das mit 24,3 Megapixeln und einem OLED-Sucher traditionellen Spiegelreflexkameras Marktanteile abnehmen soll. Auch das Mittelklassemodell NEX-5 wurde überarbeitet.

Sonys neue spiegellose Systemkamera NEX-7 arbeitet mit einem APS-C-Sensor, der eine Auflösung von 24,3 Megapixeln ermöglicht. Der Lichtempfindlichkeitsbereich reicht von ISO 100 bis 16.000. Bei der neuen NEX-5N werden ISO 25.600 erzielt.

Den Sucher mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln hat Sony mit einem OLED realisiert. Zur Kontrolle der Bildkomposition können ein Gitterhilfsrahmen sowie eine digitale Wasserwaage einblendet werden. Dazu kommt ein 7,5 Zentimeter (3 Zoll) großes LC-Display am Gehäuse, das sich durch einen Faltmechanismus nach oben und unten klappen lässt.

Metallgehäuse und viele Einstellmöglichkeiten

Im Gegensatz zu den bisherigen NEX-Modellen sind bei der NEX-7 mehr manuelle Einstellmöglichkeiten dazugekommen. Zwei Rädchen ermöglichen die schnelle Einstellung von Parametern. Der Blitz ist eingebaut, kann aber durch ein externes Gerät unterstützt werden. Videos nimmt die Sony NEX-7 in AVCHD 2.0 mit 1080p auf. Dieses Format ermöglicht die Aufzeichnung von 50 oder 25 Vollbildern pro Sekunde (50p und 25p).

Sony NEX-5N mit hoher Lichtempfindlichkeit

Zur Bildverfremdung stehen elf Bildeffekte mit 15 Varianten zur Verfügung. Dazu zählen auch ein HDR-Modus und ein Miniatureffekt, bei dem ein Tilt-Shift-Objektiv nachgeahmt wird. Panoramen kann die Kamera wie ihre Vorgängerinnen wahlweise in 2D oder 3D aufnehmen.

Neue Objektive und ein Adapter

Sony hat außerdem drei neue Objektive angekündigt. Die 24-mm-Festbrennweite ist mit f/1,8 besonders lichtstark. Dazu kommt ein Telezoom mit einer Brennweite von 55 bis 210 Millimetern (f/4,5 und 6,3) sowie ein 50-mm-Objektiv mit f/1,8.

Mit einem zusätzlichen Adapter, der mit einem halbdurchlässigen Spiegel ausgerüstet ist, können auch Objektive mit A-Bajonett von den großen Alpha-Spiegelreflexkameras mit den aktuellen NEX-Modellen verbunden werden. Kompatibel sind die Kameras NEX-5N, NEX-7 und NEX-VG20E. Durch diese Konstruktion kann mit den DSLR-Objektiven ein Autofokus verwendet werden. Die dazu relevante Technik enthält der Adapter. Künftig sollen durch Updates auch ältere NEX-Modelle damit funktionieren.

Das NEX-7-Kameragehäuse wiegt ohne Objektiv rund 290 Gramm und soll rund 1.200 Euro kosten. Ab November 2011 soll die Kamera im Handel erhältlich sein. Der Objektivadapter LA-EA2 wird rund 400 Euro kosten und ab Oktober verfügbar sein. Das Porträtobjektiv SEL-50F18 kostet 300 Euro und das Telezoom SEL-55210 350 Euro. Für den lichtstarken Weitwinkel SEL-24F18Z verlangt Sony etwa 1.000 Euro.

Neue NEX-5N erreicht ISO 25.600

Seine Mittelklassekamera NEX-5 hat Sony in NEX-5N umbenannt und mit einem 16,1-Megapixel-Sensor bestückt, der es auf eine Lichtempfindlichkeit von bis zu ISO 25.600 bringt. Auch diese Kamera nimmt Videos in Full-HD mit 50p auf. Ihr 7,5 cm großes Display lässt sich wie beim Spitzenmodell abklappen. Einen Aufstecksucher mit OLED gibt es nur gegen Aufpreis.

Die Sony NEX-5N kostet ohne Objektiv ab September 2011 rund 600 Euro. Der elektronischer Sucher FDA-EV1S wird für 370 Euro separat angeboten.  (ad)


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