Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1108/85865.html    Veröffentlicht: 20.08.2011 10:04    Kurz-URL: https://glm.io/85865

Guild Wars 2

Unterwasserstädte, Tentakelschiffe und Riesendrachen

Ein Drache so groß wie ein Hochhaus - und doch ist es nur einer der kleineren Bossgegner von Guild Wars 2 (GW2). NCSoft und Arenanet zeigen in Köln, wie Grafik, Weltdesign und dynamische Events seit der Gamescom 2010 weiterentwickelt wurden.

Guild Wars 2 soll das Onlinerollenspiel-Genre verändern, durch viele dynamische Events, eine actionreiche Geschichte und eine weniger textlastige Präsentation der Geschichte. Damit das Ziel erreicht wird, sollen die Entwickler viel Zeit bekommen und wollten deshalb auch auf der Gamescom 2011 nicht sagen, wann das Spiel genau fertig wird. Momentan läuft die Closed Alpha. Die auch für Fans zugängliche Betaphase Ende 2011 soll jedoch wie angekündigt stattfinden.

Wie auf der Gamescom 2010 können Besucher auch in diesem Jahr schon etwas vom Player-vs-Player-Teil und den dynamischen Events von Guild Wars 2 erleben, sofern sie Warteschlangen in Kauf nehmen. Pressevertretern zeigen Entwickler Arenanet und Publisher NCSoft derweil den Rest der spielbaren Völker, die Norn, Asura und Sylvari waren vor einem Jahr noch nicht so weit. In der Präsentation, der Golem.de beiwohnte, wurde ein Charr-Krieger angelegt, das Charr-Startgebiet gezeigt und demonstriert, dass keine Questgeber mit langen Texten abgeklappert werden müssen, sondern die Spieler gleich ins Geschehen geworfen werden und schon nach kurzer Zeit ihre ersten Bossgegner erlegen.

Schiffe versenken und Drachen töten

Die wirklich großen Bossgegner werden aber erst höherstufige Helden gemeinsam ausschalten können. Gezeigt wurde das mit einem Norn, der erstmal mit anderen Spielern einen riesigen Drachen erlegte. Danach konnte er in einer anderen Szene den Angriff eines riesigen mit Tentakeln ausgerüsteten Untoten-Schiffs vereiteln und dadurch eine Invasion verhindern. Nach zusätzlichem Kanonenbeschuss brach das Schiff effektvoll auseinander und versank wieder auf dem Meeresgrund - nur um von dort später erneut aufzutauchen, nachdem die Untoten ihre Kräfte sammeln konnten.

Das Meer wird in Guild Wars 2 eine besondere Rolle spielen: Etwa 30 Prozent der Spielinhalte befinden sich unter Wasser und stellen einen eigenen Bereich des Spiels mit passenden Waffen dar. Da jede Spielfigur eine Atemmaske mit sich führt, kann ohne Beschränkung getaucht und die Unterwasserwelt inklusive Unterwasserstädten entdeckt werden. Während das Tauchen also unbeschwert möglich ist, kann über Land zum Spielstart nur gelaufen und weder geritten noch geflogen werden.

Um Spieler-gegen-Spieler-Fans etwas Besonderes bieten zu können, arbeitet NCSoft auch an serverübergreifenden Kämpfen mit der Bezeichnung World vs. World vs. World. Hier kämpfen Spieler von drei Servern zwei Wochen lang gegeneinander und am Ende bekommt der siegreiche Server Ruhm und Vorteile. Außerdem wurde eine PvP-Karte gezeigt, bei der auch Gebäude zerschossen und Fenster zerstört werden können, um schneller zu taktisch wichtigen Bereichen zu kommen.

Auch auf der Gamescom 2011 hebt sich Guild Wars 2 durch seine Neuerung wohltuend von vielen konkurrierenden Massively-Multiplayer-Onlinerollenspielen (MMORPG) ab. Noch muss das Spiel aber fertiggestellt werden und der offizielle Start wird sicher noch mindestens bis zum Sommer 2012 auf sich warten lassen.  (ck)


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