Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1108/85532.html    Veröffentlicht: 07.08.2011 10:11    Kurz-URL: https://glm.io/85532

Racheakt

10 GByte Daten der US-Polizei veröffentlicht

Im Rahmen der von Lulzsec gestarteten Operation Antisec sind jetzt rund 10 GByte interne Daten der US-Polizei veröffentlicht worden. Die Aktion erfolgt aus Solidarität mit dem festgenommen Lulzsec-Mitglied Topiary und den Festnahmen im Zusammenhang mit einem DDoS-Angriff auf Paypal.

Rund 10 GByte Daten von mehr als 70 US-Strafverfolgunsgbehörden sind im Rahmen der Operation Antisec veröffentlicht worden, um US-Polizisten zu blamieren, zu diskreditieren und zu belasten; so heißt es in einer Ankündigung dazu. Die Daten sollen hunderte private E-Mail-Konversationen, Passwörter, Adressen und Sozialversicherungsnummern sowie Kreditkarteninformationen, Schulungsunterlagen und andere enthalten.

"Wir hoffen, dass die Veröffentlichung der Daten nicht nur die inhärente korrupte Natur der Strafverfolger demonstriert [...] und dass es in der Folge auch zu Demütigungen, Entlassungen und Anzeigen gegen einige Polizeibeamte kommt, sondern auch, dass es ihre Fähigkeit zu kommunizieren und Gemeinschaften zu terrorisieren unterbindet und sabotiert", heißt es weiter in der Ankündigung.

Die Veröffentlichung erfolge aus Solidarität mit dem Lulzsec-Sprecher Topiary, der möglicherweise festgenommen wurde, den wegen eines DDoS-Angriffs auf den Zahlungsdienstleister Paypal Festgenommenen und "allen anderen politisch Inhaftierten", hieß es.

Außerdem drohten die Hacker: "Ihr werden vielleicht einige von uns hochnehmen, aber wir sind viel mehr als ihr, und ihr könnt uns nie davon abhalten, euer System zu zerstören und Daten zu veröffentlichen." Sie hätten auch keinerlei Mitleid mit den Polizisten oder Informanten, die durch die Veröffentlichung in Gefahr gerieten.

Der eigentliche Hack habe keine 24 Stunden gedauert. Dabei wurde in einen Server eingebrochen, dessen Daten kopiert und anschließend die Webseiten modifiziert und Hintertüren eingebaut. Diese seien auch nach einen Relaunch einiger Seiten auf einem angeblich größeren, schnelleren und sichereren System erhalten geblieben. Dadurch sei es möglich gewesen, innerhalb einer Stunde auch in das neue System einzudringen und mehr als 70 darauf gehostete Domains zu defacen währen der eigentliche Root-User eingeloggt gewesen sei.  (ji)


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