Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1108/85395.html    Veröffentlicht: 01.08.2011 15:30    Kurz-URL: https://glm.io/85395

Meego-Smartphone

Kommt Nokias N9 im September für 800 Euro?

Der Schweizer Mobilfunknetzbetreiber Orange will Nokias N9 ab Mitte September 2011 anbieten. Von Nokia gibt es noch keinen exakten Termin zum Marktstart des Meego-Smartphones. Händler listen das N9 für 800 Euro ohne Vertrag.

Im Onlineshop des Schweizer Mobilfunknetzbetreibers Orange können sich Interessenten für das Nokia N9 vormerken. Laut Orange.ch wird das N9 am 15. September 2011 in der Schweiz ausgeliefert. Sofern die Datumsangabe korrekt ist, ist damit zu rechnen, dass das N9 auch in Deutschland Mitte September 2011 auf den Markt kommt. Nokia selbst hatte nur angegeben, dass das N9 Ende 2011 erscheinen wird.

Bislang gibt es von Nokia keine Preisangabe zum N9, nicht einmal einen ungefähren Preis wollte das Unternehmen mitteilen. Auch die Orange-Webseite hilft diesbezüglich nicht weiter. Einige Händler in Deutschland listen das N9 bereits und verlangen alle jeweils 800 Euro für das Modell mit 16 GByte Speicher, wie etwa eine Recherche bei preis.de und günstiger.de ergab. Ob die Händler hier die Preisempfehlung von Nokia nennen oder ob es sich dabei um einen Schätzpreis handelt, ist derzeit nicht bekannt.

Nokia will das N9 in zwei Ausführungen anbieten. Das eine Modell hat 16 GByte Speicher, das andere bietet 64 GByte Speicher. Eine Variante mit 32 GByte Speicher ist nicht geplant. Generell hat das N9 keinen Speicherkartensteckplatz. Auf dem Nokia N9 läuft Meego 1.2 Harmattan. Es gibt bei der Bedienung drei virtuelle Hauptbildschirme, zwischen denen mit einem Fingerwisch nach rechts oder links gewechselt wird.

Eine der Ansichten listet alle installierten Anwendungen auf einer Seite, so dass bei vielen installierten Programmen viel geblättert werden muss, um das Passende zu finden. Die zweite Ansicht zeigt wahlweise vier oder neun laufende Applikationen in Minifenstern, damit diese bequem erkannt werden können. In der dritten Ansicht gibt es Informationen aus sozialen Netzwerken sowie eingehende Nachrichten.

Aus jeder laufenden Anwendung heraus kann einer der drei Hauptbildschirme aufgerufen werden, indem mit dem Finger vom Displayrand auf den Bildschirm gewischt wird. Damit ist am Gerät kein Knopf erforderlich, um den Startbildschirm aufzurufen. Einen vergleichbaren Ansatz hatte Palm mit WebOS eingeführt und zuletzt hatte RIM (Research In Motion) diese Bedienidee für das Tablet Blackberry Playbook aufgegriffen.

Bedient wird das Mobiltelefon in Ermangelung von Knöpfen ausschließlich über den 3,9 Zoll großen Touchscreen. Das Amoled-Display liefert eine Auflösung von 854 x 480 Pixeln und besitzt ein Gorilla-Glas. Durch Einsatz spezieller Filter soll sich das Display auch in direktem Sonnenlicht gut ablesen lassen. Beim Gehäuse entschied sich Nokia für Polycarbonat, das aus einem Block gefräst wird. Damit will Nokia die Stabilität erhöhen und dabei sowohl die Empfangsqualität als auch die Sprachqualität verbessern.

Für Foto- und Videoaufnahmen besitzt das N9 eine 8-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Objektiv, Autofokus sowie zweifachem LED-Licht. Die Kamera soll besonders unter schlechten Lichtbedingungen noch gute Aufnahmen liefern. Das N9 besitzt nur einen Ein-Kern-Prozessor und bleibt damit hinter der Android-Konkurrenz zurück, die oftmals mit Dual-Core-Prozessoren auf den Markt kommt. Das UMTS-Mobiltelefon hat einen NFC-Chip und unterstützt WLAN nach 802.11a/b/g/n sowie Bluetooth 4.0.  (ip)


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