Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1107/85343.html    Veröffentlicht: 29.07.2011 10:44    Kurz-URL: https://glm.io/85343

Abrechnungsprobleme

Mac OS X Lion kommt Käufer teuer zu stehen

Apple und seine Zahlungsdienstleister Paypal und Clickandbuy haben offenbar ein Abrechnungsproblem. Kunden, die Mac OS X 10.7 Lion über den Mac App Store erworben haben, wurde teils ein Vielfaches der Kaufsumme abgebucht.

Im Apple-Diskussionsforum ist der Ärger groß - mehreren Kunden wurde der Kauf des Betriebssystems Mac OS X 10.7 Lion mehrfach in Rechnung gestellt. Sie berichten, dass ihnen von Paypal und Clickandbuy fälschlich zwischen 2 und 20 Lion-Lizenzen berechnet wurden. Ein Kunde sagte Apple Insider sogar, dass die Kaufsumme von 29,99 US-Dollar (zuzüglich Steuer) 122-mal abgebucht worden sei - fast 3.900 Dollar.

Den Kundenberichten zufolge haben sich der Apple-Kundendienst und die Zahlungsdienstleister die Schuld teils gegenseitig zugeschoben. Zwar gab es nach Beschwerden Rückbuchungen, aber die Kunden blieben bei Kontoüberziehung oder Rückbuchung über die eigene Bank bisher auf den Kosten sitzen. Paypal verärgert die Kunden zudem, indem zwar rückerstattet wird, aber erst nach einer Abbuchung - und das Geld landet dann nicht auf dem Konto des Kunden, sondern im Paypal-Account.

Zwar soll sich der Apple-Kundendienst des Problems nach anfänglicher Leugnung mittlerweile bewusst sein. Zunächst soll es nur geheißen haben, dass Apple laut Abrechnungssystem jeweils nur einen Kauf verzeichnen konnte. Einige Kunden warten aber nach eigenen Angaben auch jetzt noch darauf, dass sie auf ihre wiederholten Beschwerden eine Reaktion von Apple und eine Rückerstattung erhalten. Kunden, die direkt mit Kreditkarten oder über ein iTunes-Guthaben bezahlt haben, sollen von dem Abrechnungsproblem nicht betroffen sein.

Es ist nicht das erste Mal, dass Apple-Kunden von Abrechnungsproblemen berichten. Im Mai und Juni 2011 soll es zu unerklärlichen Abbuchungen über iTunes-Accounts gekommen sein, aus Apps, die Kunden laut eigenen Berichten nie installiert hatten und die von renommierten Unternehmen wie Sega stammen. Schnell kamen Gerüchte auf, dass iTunes gehackt worden sein könnte. Eine offizielle Stellungnahme von Apple gab es bis heute nicht.  (ck)


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