Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1107/85274.html    Veröffentlicht: 27.07.2011 14:05    Kurz-URL: https://glm.io/85274

Test Cars 2

Mario Kart meets Pixar-Autos

Parallel zum neuen Leinwandauftritt von Hook und Lightning McQueen erscheinen die blechernen Helden aus Cars 2 auch auf PC und Konsolen. Das Spiel orientiert sich nur ansatzweise am Film, die Entwickler haben vor allem einen Fun-Racer geschaffen - gut so!

Am 29. Juli 2011 läuft Cars 2 in den deutschen Kinos an. Wer eigene Abenteuer mit dem Rennauto Lightning McQueen und seinem Kumpel Hook, dem Abschleppwagen, erleben möchte, kann das auf einer Reihe von Plattformen im offiziellen Spiel zum Film. Dessen Vehikel sollen im internationalen Spionage-Ausbildungszentrum CHROM (Computergestütztes Hauptquartier der Regierung für Operative Motorspionage) zu Weltklasseagenten ausgebildet werden. Dafür muss der Spieler durch gute Rennergebnisse Spionagepunkte sammeln und so immer neue Wettbewerbe, Extras und Trophäen freischalten.

Spielerisch präsentiert sich Cars 2 als Fun-Racer in Mario-Kart-Machart, angereichert mit Elementen aus Rennspielen wie Need For Speed und Burnout. Mit Lightning McQueen oder einem anderen Fahrzeug gilt es, unterschiedliche Renntypen zu absolvieren. Es geht von einfachen Platzierungsaufgaben über einen Angriffsmodus gegen die Zeit bis hin zu Arenakämpfen, in denen es darum geht, so viele Kontrahenten wie möglich auszuschalten. Die Bedienung der Fahrzeuge ist denkbar einfach - lenken, Gas geben und immer wieder den Turbo aktivieren, sobald die Tempo-Leiste aufgeladen ist. Dies erreicht der Spieler durch gekonnte Fahrmanöver, etwa Driften in Kurven, Rückwärtsfahren oder Stunts, Sprünge und das Fahren auf zwei Rädern.

Hinzu kommen Attacken und Waffen; mit einem seitlichen Schubser katapultiert der Spieler seine Gegner von der Strecke. Sammelbare Waffen wie Maschinengewehre sorgen für explosive Stimmung auf den Kursen, das eigene Schutzschild hilft beim Abwehren gegnerischer Projektile.

Kindertauglicher Schwierigkeitsgrad

Der Schwierigkeitsgrad ist niedrig - schon die ausführlichen Tutorials, in denen selbst einfachste Manöver erklärt werden, deuten darauf hin, dass sich der Titel auch und vor allem an jüngere Spieler richtet. Zudem schleicht sich nach den ersten Events schnell Monotonie ein, da sich die Renntypen rasch wiederholen. Deutlich besser sieht das im Multiplayermodus aus: Bis zu vier Spieler können hier gegeneinander antreten und sich mit den unterschiedlichen Extras und Modi austoben. Allerdings nur per Splitscreen, eine Onlineoption gibt es nicht.

Technisch bietet Cars 2 bei Fahrzeugen, Kursen und Animationen soliden Durchschnitt, die Originalstimmen sorgen für Atmosphäre. Allerdings gibt es gelegentliche Fehler, etwa wenn Untertitel und Sprachausgabe nicht synchron sind oder Teile der Sprachausgabe sich überlagern.

Cars 2 ist für Windows-PC, Mac-OS-X, Xbox 360, Playstation 3 und Wii erhältlich und kostet zwischen 40 und 50 Euro. Die USK hat dem von Disney Interactive Studios stammenden Titel eine Freigabe ab 6 Jahren erteilt.

Fazit:
Kein Lizenz-Schrott, aber auch kein Highlight: Cars 2 ist ein unterhaltsamer, solider Fun-Racer geworden, der vor allem im Multiplayermodus durchaus für einige Stunden Spaß sorgt. Um auf längere Sicht zu motivieren, bietet er aber zu wenig Abwechslung und frische Ideen.  (tw)


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