Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1107/85177.html    Veröffentlicht: 22.07.2011 17:10    Kurz-URL: https://glm.io/85177

iRobot

Ava soll in der Telemedizin eingesetzt werden

Neuer Einsatzbereich für den Telepräsenzroboter Ava: Hersteller iRobot will die Möglichkeiten des Einsatzes von Robotern im Bereich Gesundheit und Pflege ausloten. Unterstützung erhält iRobot dabei von Intouch, einem US-Unternehmen aus dem Bereich Telemedizin.

Der US-Roboterhersteller iRobot hat eine Kooperation mit Intouch Health angekündigt. Intouch bietet Lösungen für Telepräsenzmedizin an. Beide Unternehmen wollen gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, wie sich Roboter des Unternehmens im Gesundheitsbereich einsetzen lassen.

Mobile robotische Plattform Ava

Dabei geht es in erster Linie um die vielseitig einsetzbare Ava. Das ist eine mobile robotische Plattform, die aus einem Chassis besteht, aus dem ein senkrechter Ausleger ragt. Ava bewegt sich auf drei Rädern fort. Der Roboter ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, die eine sichere Navigation ermöglichen wie Laserscanner, Ultraschallsensoren, 2D- und 3D-Kameras sowie einem Sensor, der den Roboter vor Stufen warnt. Die Oberfläche des Roboters ist berührungsempfindlich, so dass er mit der Hand gesteuert werden kann. Außerdem reagiert Ava auf Sprachbefehle.

Der Kopf des Roboters ist ein Tablet, das als Kommunikationsschnittstelle dient. Die mobilen Geräte verfügen über eine Kamera, einen Bildschirm, Mikrofon und Lautsprecher sowie über Einrichtungen zur drahtlosen Datenübertragung - also über alles, was für die Kommunikation nötig ist. Ava ist dabei nicht auf ein System festgelegt: Auf Googles I/O-Konferenz zeigte iRobot-Chef Colin Angle Ava mit Motorolas Tablet Xoom. Bei anderer Gelegenheit hat iRobot Ava auch schon mit einem iPad präsentiert.

Telepräsenzroboter im Büro und Zuhause

Ava soll als Telepräsenzroboter eingesetzt werden - im Büro, als robotischer Nachtwächter, als mobiles Kiosksystem in Geschäften und in der häuslichen Pflege als Ansprechpartner, Unterhaltungssystem und als Kommunikationsverbindung zum Pflegepersonal.

Angle hält den Bereich Gesundheit und Pflege für einen wichtigen Zukunftsmarkt in der Robotik. "Unsere Gesellschaften überaltern und die Kosten für die Pflege in Heimen oder Krankenhäusern belasten die Wirtschaft schwer", sagte er 2009 im Interview mit Golem.de. Roboter könnten, so Angle, älteren Menschen helfen, länger zu Hause wohnen zu bleiben und dabei gleichzeitig die Kosten für die Pflege verringern.  (wp)


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