Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1107/85143.html    Veröffentlicht: 21.07.2011 16:45    Kurz-URL: https://glm.io/85143

Mangelndes Interesse

StudiVZ-Verkauf gescheitert

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (GvH) wird ihr soziales Netzwerk nicht los. Es fanden sich laut Informationen des Manager-Magazins keine Käufer mit akzeptablen Angeboten.

Die sozialen Netzwerke der VZ-Gruppe, darunter StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ, finden keine Käufer. Wie das Manager-Magazin in seiner am 22. Juli 2011 erscheinenden August-Ausgabe berichtet, soll Konzernchef Stefan von Holtzbrinck die Investmentbank Goldman Sachs angewiesen haben, die Suche nach einem Käufer für die VZ-Netzwerke vorerst einzustellen. Weder von Medienunternehmen noch von privaten Investoren im In- und Ausland habe es akzeptable Gebote gegeben.

VZ-Netzwerke hat es bisher nicht geschafft, dem weltweit aktiven Konkurrenten Facebook etwas entgegenzusetzen und verliert weiter an Reichweite. Holtzbrinck hatte Anfang 2007 noch 85 Millionen Euro für StudiVZ gezahlt. Daraus gingen MeinVZ und SchülerVZ hervor. 2008 warf Facebook StudiVZ vor, ein Plagiat zu sein - der Streit wurde aber 2009 eingestellt. Facebook hatte versucht, StudiVZ zu kaufen. Das Geschäft kam aber nicht zustande. Auch ohne den Kauf von StudiVZ hat Facebook in Deutschland schnell Fuß gefasst, während die VZ-Netzwerke mit sinkenden Nutzerzahlen kämpfen. Dennoch werden sie 2011 wohl schwarze Zahlen schreiben, berichtet das Manager-Magazin.

Wie Horizont berichtete, lag der Umsatz der VZ-Netzwerke 2010 bei etwa 30 Millionen Euro. Für die erste Jahreshälfte wollte VZ-Chef Clemens Riedl zwar einen "Gewinn im siebenstelligen Bereich" erreichen, Experten gehen laut Horizont jedoch davon aus, dass die Holtzbrinck-Tochter noch immer keinen Jahresüberschuss erziele. Grund dafür seien die seit Monaten rückläufigen Zugriffszahlen der VZ-Netzwerke. Im Juni 2011 erzielten die VZ-Netzwerke nicht einmal mehr halb so viele Visits wie im Juni 2010.  (ck)


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