Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1107/84883.html    Veröffentlicht: 12.07.2011 11:55    Kurz-URL: https://glm.io/84883

Filmportal

Kino.to kehrt als KinoX.to zurück

Das von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden abgeschaltete Filmportal Kino.to meldet sich unter KinoX.to zurück. Die GVU reagiert mit einer Kampfansage und warnt Nutzer.

KinoX.to sieht aus wie das Original, sofern die Server erreichbar sind. Die unbekannten Macher hinter der neuen Seite richten sich mit einer Botschaft an GVU, Filmindustrie und Staat: "Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr haufenweise Geld habt?" Darin bedankt sich das KinoX.to-Team insbesondere bei Anonymous.

Während die KinoX.to-Macher "überteuerte Kinovorstellungen und verspätete Serien-DVD-Releases" als Motivation angeben, spricht die GVU von "digitalen Hehlern". Das Auftauchen von KinoX.to sei keineswegs überraschend, "dass es vergleichsweise lange gedauert hat, bis diese Resteverwertung von kino.to online gestellt wurde, offenbart, wie empfindlich die Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Szene getroffen hat".

Die GVU macht zudem deutlich, dass man auch weiterhin die Strafverfolgung "von solchen digitalen Hehlern unterstützen" werde. Das gelte sowohl für bestehende als auch zukünftige Verfahren.

Die GVU nennt Kino.to derweil ein "parasitäres System", das von "eindeutig wirtschaftlich motivierten Kriminellen" betrieben werde.

Nutzer warnt die GVU, denn "infolge des wochenlangen Medieninteresses an dem Fall Kino.to [könne] davon ausgegangen werden, dass Nutzern die Illegalität solcher Angebote bewusst sein dürfte.".

Damit spielt die GVU offenbar auf § 53 Urheberrecht an. Dort heißt es zu "Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch": "Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes ... sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird".  (ji)


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