Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1107/84876.html    Veröffentlicht: 12.07.2011 10:59    Kurz-URL: https://glm.io/84876

Führungswechsel

HP will WebOS zum Erfolg führen

HP wechselt die Führung der WebOS-Abteilung aus. Das Nischenbetriebssystem WebOS soll damit an Bedeutung gewinnen und langfristig eine ernsthafte Konkurrenz zu Googles Android und Apples iOS werden.

Der neue General Manager für HPs weltweite WebOS-Abteilung ist Stephen DeWitt. Davor war DeWitt für HPs Personal-Systems-Sparte auf dem US-Markt zuständig und war dabei laut HP-Angaben sehr erfolgreich. Denn unter DeWitts Verantwortung wurde HP zum Notebook-Marktführer in den USA. Einen ähnlichen Erfolg soll DeWitt nun auch WebOS bescheren.

DeWitt wird die Verantwortung für den gesamten WebOS-Bereich übernehmen. Neben dem Verkauf und der Vermarktung von WebOS-Geräten gehört dazu auch die künftige Entwicklung von WebOS. Bei der Vermarktung von WebOS-Geräten will HP künftig Privat- und Unternehmenskunden stärker als bisher ansprechen.

Jon Rubinstein verliert WebOS-Führung

Der bisherige Leiter von HPs WebOS-Abteilung wird dafür degradiert. Der ehemalige Palm-Chef Jon Rubinstein soll künftig als Senior Vice President für Produktinnovationen zuständig sein und so die Entwicklung neuartiger Produkte auch jenseits von WebOS vorantreiben. Damit kann sich Rubinstein wieder seiner Kernkompetenz als Entwickler zuwenden. Sowohl DeWitt als auch Rubinstein agieren unter der Leitung von Todd Bradley, dem Leiter von HPs Personal-Systems-Bereich.

Seitdem Palm von HP im April 2010 übernommen wurde, hieß es immer wieder, dass WebOS durch die Übernahme an Verbreitung zulegen werde. Seitdem hat sich diesbezüglich aber nicht viel geändert. WebOS blieb auch weiterhin ein Nischensystem mit einem zu vernachlässigenden Marktanteil. Denn weiterhin gibt es WebOS-Smartphones nur in bestimmten Ländern, so dass HP hier weiter mögliche Käufer gar nicht bedient.

Auch mit der Markteinführung vom WebOS-Smartphone Veer gab es keine substantielle Verbesserung, vor allem wurden die Länder bedient, in denen bereits die WebOS-Smartphones von Palm angeboten wurden. Ein Umschwenken erfolgte lediglich mit dem Touchpad-Marktstart, bei dem das WebOS-Tablet nahezu zeitgleich auf dem Weltmarkt verfügbar war.  (ip)


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