Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1107/84643.html    Veröffentlicht: 01.07.2011 14:28    Kurz-URL: https://glm.io/84643

Test Transformers 3

Kampfroboter mit Motivationsschwächen

Unzählige Jahre Krieg und kein Ende in Sicht: In Transformers 3 geht die Schlacht zwischen Autobots und Decepticons in die nächste Runde - einmal mehr nicht nur auf der Kinoleinwand, sondern auch als Actionspiel auf der Konsole.

Optimus Prime und Megatron sind natürlich auch im Actionspiel Transformers 3 mit von der Partie. Und das, obwohl die Entwickler der High Moon Studios nicht die Story des Films nacherzählen, sondern den Spieler erst die etwas konfus vorgetragene Vorgeschichte durchleben lassen, die zum neuen Leinwandstreifen führt. Einerseits ist das gut, weil es so keine Wiederholungen für Kinobesucher gibt, andererseits auch schlecht, weil das Spielende - ohne zu viel verraten zu wollen - kein wirkliches Ende ist, sondern eher ein Cliffhanger zum Film.

Wie in früheren Transformers-Titeln darf der Spieler mal für die Seite der guten Fraktion, mal für die böse kämpfen. Die jeweilige Mission gibt vor, ob der Spieler mit den Autobots ins Gefecht zieht oder die Decepticons steuert. Die Unterschiede halten sich trotz unterschiedlicher Eigenschaften und Waffen in Grenzen, nahezu alle Transformers spielen sich sehr ähnlich - und haben mit den gleichen gelegentlichen Steuerungsproblemen zu kämpfen.

Neu ist der sogenannte "Stealth Force"-Modus: Neben der Standard-Roboterform, die zwar langsam, aber im Kampf mächtig ist, und der Fahrzeugform, die vor allem schnelle Fortbewegung ermöglicht, gibt es nun wahlweise eine Art Mischform aus beiden Varianten. Sie ist schneller als der Roboter, aber deutlich besser bewaffnet als das Fahrzeug.

Hektisches Dauergeballer

In anderen Bereichen lassen es die Entwickler an guten Ideen mangeln: Die Gefechte laufen immer nach dem ähnlichem Prinzip ab und arten meist in hektischem Dauergeballer aus. Die gelegentlichen Bosskämpfe sind besser in Szene gesetzt, können den sehr linearen und monotonen Spielverlauf aber kaum auflockern. Zudem wirkt Transformers 3 arg beschnitten: Die Kampagne ist sehr kurz und wird auch unerfahrene Spieler kaum länger als sechs oder sieben Stunden beschäftigen. Der Multiplayer-Modus ist zwar vorhanden, aber deutlich rudimentärer als im gelungenen Vorgänger Kampf um Cybertron.

Auch technisch gibt Transformers 3 ein durchwachsenes Bild ab. Einige Umgebungen und Roboter sind zwar sehr detailliert in Szene gesetzt, andererseits leidet die Action immer mal wieder an Rucklern und langen Ladezeiten.

Transformers 3 ist für Playstation 3, Xbox 360 und Nintendo Wii erhältlich und kostet etwa 60 Euro. Die USK hat eine Freigabe ab 12 Jahren erteilt.

Fazit:
Nach dem überraschend guten Vorgänger Kampf um Cybertron machen die High Moon Studios mit Transformers 3 einen Schritt zurück in Richtung typisch uninspirierte Filmumsetzung. Das Spiel wirkt stellenweise überhastet und ideenlos und hat, abgesehen von immerhin solider Action, nicht wirklich viel Erwähnenswertes zu bieten.  (tw)


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