Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1106/84602.html    Veröffentlicht: 30.06.2011 11:58    Kurz-URL: https://glm.io/84602

Internationale Handelskommission

Samsung will Verkaufsstopp für iPad und iPhone

Samsung will erreichen, dass iPad und iPhone in den USA nicht mehr verkauft werden können. Zugleich unterhalten Apple und Samsung weiter engste Lieferbeziehungen für Speicherchips, Prozessoren und Displays.

Samsung Electronics hat ein Importverbot für Apple-Produkte in den USA gefordert, darunter für das iPhone, den iPod und das iPad. Der südkoreanische Elektronikkonzern hat sich dafür an die Internationale Handelskommission der Vereinigten Staaten (United States International Trade Commission -USITC) gewandt. Apple verletze Patente von Samsung im Bereich Telekommunikationstechnologie, hieß es zur Begründung. Samsung reichte zudem weitere Klagen gegen Apple bei einem Bezirksgericht in Delaware, in Großbritannien und Italien ein, teilte Samsung mit.

Zwischen den beiden Elektronikkonzernen tobt seit Monaten ein Streit, weil Apple behauptet, Samsung habe mit den Galaxy-Geräten die iPhones und iPads kopiert. Samsung konterte mit Gegenklagen wegen Patentverletzungen.

Samsung hatte Ende Mai 2011 bei Gericht beantragt, noch nicht veröffentlichte Modelle des iPhone und iPad begutachten zu können, um sich gegen die Plagiatsvorwürfe wehren zu können. Zuvor hatte ein kalifornisches Gericht Samsung dazu verurteilt, vorangekündigte Android-Smartphones sowie Android-Tablets den Apple-Anwälten zu überlassen. Neben dem Galaxy S2 musste Samsung das Galaxy Tab 8.9 sowie das Galaxy Tab 10.1 übergeben. Apple will bereits länger einen Verkaufsstopp des Samsung Galaxy S in den USA erreichen, dem wichtigsten Markt des Herstellers.

Der Markt für Smartphones und Tablets ist stark in Bewegung und der Kampf um die Vorherrschaft wird von fast allen Unternehmen verstärkt auch mit juristischen Mitteln ausgetragen. Apple konkurriert mit Samsung zwar bei Endkundenprodukten, ist aber zugleich der wichtigste Kunde der Südkoreaner für Displays, Speicherchips und Prozessoren, wo Samsung einen wichtigen Teil seiner Konzerngewinne erzielt. Der Streit könnte dazu führen, dass der US-Konzern Samsung durch andere Zulieferer ersetzt. Apple-Manager hatten jedoch bisher öffentlich erklärt, dass sie die Lieferbeziehungen mit Samsung weiterführen wollen.  (asa)


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