Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1106/84590.html    Veröffentlicht: 29.06.2011 17:39    Kurz-URL: https://glm.io/84590

Südkorea

Aus dem Schulbuch wird ein E-Buch

Die südkoreanische Regierung will auf digitale Schulbücher umstellen. Bis 2015 sollen Unterrichtsmaterialien online zur Verfügung stehen und über unterschiedliche Geräte abrufbar sein.

Die Schulranzen südkoreanischer Schüler sollen leichter werden: Künftig müssen die Pennäler keine Kilo-schweren Bücher mehr mit sich herumtragen. Die Regierung des asiatischen Landes hat angekündigt, bis 2015 alle Schulbücher digitalisieren zu lassen, berichtet die öffentlich-rechtliche südkoreanische Rundfunkanstalt Korean Broadcasting System (KBS).

Online zugänglich

Die Schulbücher sollen um weitere Unterrichtsmaterialien ergänzt und online zugänglich gemacht werden. Die Schüler sollen digitale Schulbücher über Computer, Smartphones, Tablets oder den Fernseher abrufen können. Die Bücher für Grundschüler sollen 2014 verfügbar sein, die für die weiterführenden Schulen ein Jahr später.

Ziel des Bildungsprogramms ist es, den Schülern den Onlinezugang zu Unterrichtsmaterialien zu bieten, um sie so dazu zu motivieren, auf eigene Faust und nach eigenen Vorlieben zu lernen. Außerdem sollen die digitalen Unterrichtsmaterialien die Schüler entlasten - finanziell, indem sie keine Bücher mehr kaufen müssen, und physisch, weil sie dann keine schweren Bücher mehr tragen müssen.

Online-Unterricht einführen

Die Regierung plant zudem, ab dem Jahr 2013 Online-Unterricht einzuführen, damit Schüler, die nicht in die Schule gehen können, trotzdem lernen. Ab 2012 sollen die Lehrer Schulungen bekommen, damit sie für den digitalen Unterricht vorbereitet sind.

Für das Bildungsprogramm stellt die Regierung 2,23 Billionen südkoreanische Won, umgerechnet etwa 1,4 Milliarden Euro bereit. In aktuellen internationalen Studien zur Bildung hat Südkorea immer sehr gut abgeschnitten.  (wp)


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