Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1106/84469.html    Veröffentlicht: 24.06.2011 13:52    Kurz-URL: https://glm.io/84469

Geduldsspiel

Nokias Meego-Smartphone N9 kommt erst Ende 2011

Das diese Woche vorgestellte Meego-Smartphone N9 wird Nokia erst Ende 2011 auf den Markt bringen. Das Mobiltelefon wird mit Fingerwischgesten bedient und hat drei virtuelle Hauptbildschirme.

Einen Tag nachdem das Nokia das N9 vorgestellt hatte, präsentierte Nokia-Chef Stephen Elop seinen Mitarbeitern das N9. Im Zuge dessen hat Nokia erstmals den Termin für den Verkaufsstart des N9 näher eingegrenzt, bisher hieß es nur, dass es im Laufe des Jahres kommt. Laut Elop müssen sich Interessenten aber noch lange gedulden, bis sie das N9 kaufen können, denn es wird erst Ende 2011 auf den Markt kommen. Für welchen Preis das Mobiltelefon angeboten wird, ist weiterhin nicht bekannt.

Das N9 besitzt keinen Steckplatz für Speicherkarten und wird in zwei Ausführungen in den Handel kommen. Das eine Modell hat dann 16 GByte Speicher, das andere hat 64 GByte. Eine Version mit 32 GByte wird Nokia nicht anbieten. Auf dem Nokia N9 läuft Meego 1.2 Harmattan. Es gibt bei der Bedienung drei virtuelle Hauptbildschirme, zwischen denen mit einem Fingerwisch nach rechts oder links gewechselt wird.

Eine der Ansichten listet alle installierten Anwendungen auf einer Seite, so dass bei vielen installierten Programmen viel geblättert werden muss, um das Passende zu finden. Die zweite Ansicht zeigt wahlweise vier oder neun laufende Applikationen in Minifenstern, damit diese bequem erkannt werden können. In der dritten Ansicht gibt es Informationen aus sozialen Netzwerken sowie eingehende Nachrichten.

Aus jeder laufenden Anwendung heraus kann einer der drei Hauptbildschirme aufgerufen werden, indem mit dem Finger vom Displayrand auf den Bildschirm gewischt wird. Damit ist am Gerät kein Knopf erforderlich, um den Startbildschirm aufzurufen. Einen vergleichbaren Ansatz hatte Palm mit WebOS eingeführt und zuletzt hatte RIM (Research In Motion) diese Bedienidee für das Tablet Blackberry Playbook aufgegriffen.

Bedient wird das Mobiltelefon in Ermangelung von Knöpfen ausschließlich über den 3,9 Zoll großen Touchscreen. Das Amoled-Display liefert eine Auflösung von 854 x 480 Pixeln und besitzt ein Gorilla-Glas. Durch Einsatz spezieller Filter soll sich das Display auch in direktem Sonnenlicht gut ablesen lassen. Beim Gehäuse entschied sich Nokia für Polycarbonat, das aus einem Block gefräst wird. Die Stabilität soll erhöht und die Empfangsqualität und damit auch die Sprachqualität verbessert werden.

Für Foto- und Videoaufnahmen besitzt das N9 eine 8-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Objektiv, Autofokus sowie zweifachem LED-Licht. Die Kamera soll besonders unter schlechten Lichtbedingungen noch gute Aufnahmen liefern. Das N9 besitzt nur einen Ein-Kern-Prozessor und bleibt damit hinter der Android-Konkurrenz, die oftmals mit Dual-Core-Prozessoren auf den Markt kommt. Das UMTS-Mobiltelefon hat einen NFC-Chip und unterstützt WLAN nach 802.11a/b/g/n sowie Bluetooth 4.0.  (ip)


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