Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1106/84199.html    Veröffentlicht: 15.06.2011 10:21    Kurz-URL: https://glm.io/84199

Steam

Free-to-play rein, Crysis 2 raus

Das Onlineportal Steam unterstützt ab sofort auch das Free-to-play-Geschäftsmodell, etwa bei Titeln wie Champions Online und Forsaken World. Dagegen ist Crysis 2 nicht mehr in dem Onlineshop von Valve vertreten - offenbar will Publisher EA seinen eigenen Laden Origin fördern.

Mit fünf Onlinespielen startet Valve sein neues Angebot an Free-to-play-Games auf Steam. Spieler können Titel wie Champions Online, Forsaken World und Global Agenda kostenlos auf ihren Rechner laden und spielen. Wer besondere Gegenstände - etwa stärkere Waffen oder Rüstungen - möchte, kann sie mit Abbuchung über sein Steam-Konto direkt im Spiel kaufen. Valve schaltet die fünf Titel nach und nach frei, wer am jeweiligen Premierentag online geht, bekommt sonst nicht verfügbare Ingame-Inhalte.

Wer statt Champions Online lieber Crysis 2 über Steam haben möchte, wird dort nicht mehr fündig. Die PC-Fassung des Egoshooters von Crytek ist jetzt stattdessen bei Origin für knapp 55 Euro verfügbar, dem Anfang Juni 2011 von Publisher Electronic Arts gestarteten Konkurrenzangebot zu Steam - das EA-Chef John Riccitiello unter anderem während der Spielemesse E3 massiv beworben hat. Crysis 2 ist bei einigen anderen Onlineshops, etwa Impulse und Amazon.com, derzeit noch verfügbar. Bei Steam sind frühere Titel der Crysis-Reihe noch im Angebot.

Ähnlich ist es bei Battlefield: Bei Steam gibt es noch Serienteile wie Bad Company, während Battlefield 3 nur bei Origin.com für Vorbesteller verfügbar ist - übrigens angeblich als limitierte Edition und zum stolzen Preis von rund 60 Euro.

Nachtrag vom 16. Juni 2011, 9:40 Uhr

Laut Electronic Arts hat Valve entschieden, dass Crysis 2 aus Steam entfernt wird - nicht EA. Angeblicher Grund sei, dass der Shooter gegen die Geschäftsbedingungen von Steam verstößt, weil er zusätzliche Inhalte bei einem anderen, kleineren Downloadportal anbietet. Grundsätzlich wolle EA auch weiterhin mit Vertriebskanälen wie Steam zusammenarbeiten, nur in Ausnahmefällen soll es Titel exklusiv bei Origin geben. Etwa das Onlinerollenspiel Star Wars: The Old Republic, weil so die Verwaltung von Updates und Erweiterungen einfacher sei.  (ps)


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