Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1106/84083.html    Veröffentlicht: 09.06.2011 09:55    Kurz-URL: https://glm.io/84083

Mode

Bikini aus dem 3D-Drucker

Das Designerduo Continuum Fashion bietet mit dem N12 den Bikini aus dem 3D-Drucker an. Er besteht aus hunderten kleinen Plastikscheiben, die mit dünnen Nylonfäden miteinander verbunden sind. Die Bekleidungsstücke kommen fertig aus dem Drucker - ein nachträgliches Vernähen per Hand ist nicht erforderlich.

Der 3D-Druck-Bikini wurde vom Dienstleister Shapeways gedruckt und besteht aus Nylon. Daher stammt auch der Name N12, der eine bestimmte Nylonart bezeichnet. Die 3D-Modelle für den Bikini wurden mit der CAD-Software Rhino 3D erstellt und mit einem speziell für diesen Anwendungszweck programmierten Script berechnet.

Die Größe der Nylonplättchen variiert stark. Auf diese Weise wurde es programmgesteuert möglich, die Form des Bikinis besonders körpernah zu gestalten. Derzeit ist der N12 noch nicht individuell angepasst, aber mit einem 3D-Körperscan ließen sich auch Modelle erstellen, die genau auf den Körper ihrer Trägerin angepasst sind.

Der 3D-Bikini wurde von den Designerinnen Mary Haung und Jenna Fizel entworfen, die das Label Continuum Design in den USA gegründet haben. Er kann über Shapeways in vielen Größen bestellt werden und kostet ungefähr 300 US-Dollar.

Bei der Bestellung muss die Interessentin den N12 aus einem System heraus selbst zusammenstellen - denn das Oberteil besteht nicht nur aus dem linken und rechten Cup, sondern auch noch aus dem Halter und dem Halsstück. Entsprechende Sets werden aber auch angeboten. Derzeit stehen lediglich schwarze und weiße Varianten zur Auswahl. Die einzelnen Elemente kommen fertig aus dem 3D-Drucker - die Plättchen sind bereits mit dem Verbindungsstegen verbunden und müssen nicht erst zusammen genäht werden. Die Bikinihose ist aktuell nicht erhältlich.  (ad)


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