Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1106/84052.html    Veröffentlicht: 08.06.2011 09:49    Kurz-URL: https://glm.io/84052

W3C

CSS 2.1 ist jetzt ein offizieller Webstandard

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat die Spezifikation für CSS 2.1 als Recommendation verabschiedet. Damit ist CSS 2.1 nun ein offizieller Webstandard.

Mit CSS Level 2 Revision 1 (CSS 2.1) aktualisiert das W3C die CSS-Spezifikation und passt diese an die CSS-Unterstützung der Browser an. So soll CSS 2.1 als stabile Basis für künftige Erweiterungen dienen und sei "die Krönung langer Arbeit, um eine sehr breite Interoperabilität" zu erreichen.

CSS wurde 1994 von Opera-Gründer Håkon Wium Lie vorgeschlagen und 1996, also vor rund 15 Jahren, eingeführt. Bereits 1998 wurde die CSS Level 2 (CSS2) zum Webstandard und 2002 begannen die Arbeiten an CSS Level 2 Revision 1 (CSS2.1), die erst jetzt rund neun Jahre später zum Abschluss kamen, obwohl mit CSS 2.1 keine neuen Funktionen eingeführt wurden.

Grund für die sehr lange Entwicklungszeit war das Ziel, eine qualitativ sehr hochwertige und interoperable Spezifikation zu erstellen. Die CSS2-Spezifikation wurde dabei an die Realität angepasst, Unstimmigkeiten korrigiert und Teile gestrichen, die von den Browserherstellern nicht oder nicht korrekt implementiert wurden.

Das soll sicherstellen, dass die in CSS 2.1 spezifizierten Techniken in allen modernen Browsern gleichermaßen funktionieren. Dazu hat das W3C eine CSS-Testsuite mit rund 9.000 Einzeltests entwickelt. Neue Erweiterungen von CSS sollen künftig in Form unabhängiger Module entwickelt werden, die die Spezifikation von CSS 2.1 ergänzen.

Zahlreiche solcher kleinen Module mit speziellen Funktionen sind bereits im Rahmen von CSS3 entstanden. Und obwohl CSS 2.1 erst jetzt verabschiedet wurde, werden viele CSS3-Module bereits in Browsern unterstützt. Dazu sieht die CSS-Spezifikation Präfixe vor, die von den Browserherstellern für ihre Experimente genutzt werden.

Mit seinen CSS Snapshots publiziert das W3C den aktuellen Stand der CSS-Entwicklung und orientiert sich dabei an der Reife der einzelnen CSS-Module, nicht an deren Umsetzung durch die Browserhersteller.

Zusammen mit CSS 2.1 hat das W3C weitere Spezifikationen vorgelegt, die auf dem neuen Standard basieren. Dazu zählt das CSS Color Module Level 3, das die Spezifikation von Farben erleichtern soll, und MathML For CSS Profile, das die Veröffentlichung von Formeln im Web in Kombination mit MathML vereinfachen soll.  (ji)


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