Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1106/83876.html    Veröffentlicht: 01.06.2011 08:48    Kurz-URL: https://glm.io/83876

Photodirector 2011

Bildbearbeitungssoftware bei Feedback kostenlos

Softwarehersteller Cyberlink will seine Rohdaten-Fotobearbeitungssoftware Photodirector 2011 für rund 100 US-Dollar verkaufen. Wer der Firma allerdings in der Betaphase eine schriftliche Rückmeldung zu dem Windows-Programm und seinen Funktionen schickt, erhält die Software mit Erscheinen kostenlos.

Der Arbeitsablauf in Photodirector 2011 ähnelt Programmen wie Aperture von Apple oder Photoshop Elements von Adobe. Zunächst importiert der Anwender seine Bilder, sortiert sie und bearbeitet sie dann falls notwendig im eingebauten Editor weiter, bis er sie schließlich speichern und optional auf Flickr, Facebook oder als animierte Diashow auf Youtube in HD veröffentlichen kann.

Nach dem Importieren der Fotos, die wahlweise als JPEGs oder im Rohdatenformat vorliegen dürfen, beginnt Photodirector 2011, mit vorgefertigten Dateifiltern die Daten zu sortieren. So können sie nach Aufnahme- und Importdatum, aber auch nach anderen Aufnahmekriterien sortiert werden. Die selbst erstellten Filter lassen sich speichern und werten neue Daten in kurzen Zeitabständen selbstständig aus, ohne dass der Anwender die Suche manuell aktualisieren muss. Auch die Verschlagwortung und Bewertung der Fotos erfolgt in diesem Schritt.

Photodirector 2011 verarbeitet zahlreiche Rohdatenformate von Kameraherstellern wie Canon, Casio, Nikon, Olympus, Kodak, Pentax, Sony, Sigma, Epson, Hasselblad, Leaf, Leica, Panasonic, Samsung, Phase One, Contax, Mamiya und Ricoh. Auch das standardisierte Adobe-DNG-Format kann gelesen werden.

Fotobearbeitung mit Masken und Verläufen

Die Bildbearbeitungsfunktionen sind recht ausgereift. Neben globalen Änderungen der üblichen Parameter wie Helligkeit, Schärfe, Sättigung, Rauschreduktion und Belichtung bietet Photodirector 2011 auch selektive Korrekturen an. Die erforderlichen Masken werden wie mit einem Pinsel ins Bild gezeichnet und die Parameter dann mit Schieberegler variiert. Eine zuschaltbare Zauberstabfunktion sorgt dafür, dass die Masken nur auf bestimmten Farbbereichen aufgetragen werden. Mit einem Clone-Pinsel lassen sich Bildflecken retuschieren, die zum Beispiel durch Staubanhaftungen auf dem Bildsensor entstehen können.



Rohdaten-Bildbearbeitung Photodirector 2011 erscheint Ende Juni

Viel Licht, aber auch etwas Schatten

Eine Ebenenfunktion sucht der Anwender jedoch vergebens. Eine Texteingabefunktion zur Beschriftung der Bilder und eine ausgereifte Druckoption gibt es ebenfalls nicht. Das gilt auch für die Möglichkeit, GPS-Daten in den Bildern zu verankern, um den Aufnahmestandort zu markieren.

Weißabgleichskorrekturen, eine automatische oder manuell erstellbare Tonwertkorrektur, Vignettierungsfilter und Verlaufsmasken runden den Funktionsumfang des Editors ab. Alle Bearbeitungsschritte sind nichtdestruktiv und können einzeln oder komplett zurückgenommen werden. Der Anwender arbeitet außerdem nie auf seinen Originalbildern, sondern nur mit Kopien.

Außerdem können Bearbeitungsschritte mitsamt ihren Parametern abgespeichert und dann auch andere Fotos angewendet werden. Cyberlink ermöglicht unter Directorzone.com auch den Austausch dieser Bildbearbeitungsrezepte zwischen den Anwendern.

Exportschnittstellen zu Onlinediensten inklusive

Die Fotos können aus Photodirector 2011 heraus auf Facebook und Flickr gespeichert werden. Mit der Diaschaufunktion können ausgewählte Bilder nacheinander mit Übergangsanimationen am Bildschirm abgespielt werden. Auf Wunsch können daraus auch Videofilme in Full-HD erzeugt werden, die sich auf Youtube veröffentlichen lassen.

Photodirector 2011 befindet sich derzeit in einer öffentlichen Betaphase. Der Download ist bis zum 20. Juni 2011 kostenlos nach Registrierung mit Angabe der E-Mail-Adresse möglich. Anwender, die sich schriftlich über das Programm äußern, erhalten es nach Herstellerangaben beim Erscheinen im Juni 2011 kostenlos als Vollversion.

Photodirector 2011 läuft unter Windows 7 (32 und 64 Bit) sowie unter Windows Vista und XP.  (ad)


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