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Deutsch-niederländische E-Commerce-Kooperation

Eco und ECP.NL wollen eng zusammenarbeiten

Der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft, eco Electronic Commerce Forum e.V. (Köln), und die Electronic Commerce Platform Nederland (ECP.NL) haben eine enge deutsch-niederländische Zusammenarbeit im Bereich E-Commerce vereinbart. Die Kooperation wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), dem Niederländischen Wirtschaftsministerium und der Königlich Niederländischen Botschaft in Deutschland unterstützt. Ziel ist es, den grenzüberschreitenden elektronischen Geschäftsverkehr und länderübergreifende E-Commerce-Projekte zu fördern.

Zum Auftakt der deutsch-niederländischen Beziehungen in der Online-Wirtschaft reichte sich Prominenz aus Politik und Wirtschaft auf einem New-Economy-Gipfel die Hand. Dazu gehörten Dr. Nikolaos van Dam, Botschafter der Niederlande, Dr. Wim Maarse, Gesandter für Wirtschaft der Königlich Niederländischen Botschaft, Jaap van Scheijen, Direktor Abteilung Elektronik, Dienstleistungen und Informationstechnologie des Niederländischen Wirtschaftsministeriums, Martin Cronenberg, Leiter der Unterabteilung "Informationsgesellschaft Medienrecht" im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Wolfgang Schober, Vizepräsident von Intershop, Marcus Laube, Geschäftsführer der Lufthansa AirPlus-Partnergesellschaft Seals, Prof. Michael Rotert, Senior Vizepräsident von KPNQwest, Gerd Simon, Geschäftsführer von InterXion und Arie van Bellen, Direktor von ECP.NL sowie Harald A. Summa, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Internet-Wirtschaft und Vizepräsident der europäischen Spitzenorganisation für elektronischen Geschäftsverkehr, Electronic Commerce Europe (ECE) Association, in Brüssel.

Die Regierungen beider Länder stimmen darin überein, dass der elektronische Geschäftsverkehr künftig eine Schlüsselrolle in der Wirtschaft einnehmen wird und dass Deutschland wie auch die Niederlande eine positive Entwicklung im E-Commerce zu verzeichnen haben. Gemeinsam will man die Attraktivität beider Länder sowie der gesamten Europäischen Union für Investitionen in die Internet-Wirtschaft erhöhen. Träger dieser Entwicklung ist primär die Wirtschaft selbst, also Unternehmen, Gewerkschaften und Konsumenten.

Parallel dazu müsse die Rechtsordnung an die veränderten Verhältnisse angepasst werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf international abgestimmten Regeln, etwa in der OECD, der WTO und erst recht der EU. Kernbereiche staatlicher Regulierung sind die Gebiete Bildung und Ausbildung, Anwerbung von Spitzenkräften aus Drittstaaten, Forschung und Entwicklung, Anwendung der neuen Technologien im Mittelstand, Sicherheit im Netz, Verbraucher- und Datenschutz, die Sicherung des Wettbewerbs, das Steuerrecht und nicht zuletzt die Sicherstellung einer statistischen Datenbasis über den elektronischen Geschäftsverkehr.

Der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft und das niederländische Pendant Electronic Commerce Platform Nederlands haben ihren Regierungen die Zusage gegeben, sie bei der praxisgerechten Adressierung dieser Felder zu beraten und zu unterstützen.

Neben der staatlichen Regulierung wollen beide Länder die Selbstregulierung und Selbstverantwortung der Wirtschaft weiter forcieren - international, in der EU und in beiden Ländern.

Der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft wird in Kürze ein Online-Kommunique mit den Zielen und Initiativen der deutsch-niederländischen Kooperation in Sachen Electronic Commerce publizieren. Das Kommunique kann per E-Mail an info@eco.de angefordert werden.  (ji)


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