Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0006/8361.html    Veröffentlicht: 23.06.2000 14:55    Kurz-URL: https://glm.io/8361

Spieletest: Flying Heroes - Luftiges Deathmatch

Shoot-them-up mit interessanten Flugobjekten

Wer 3D-Shooter wie Quake, Half-Life und Unreal Tournament auf Dauer zu eintönig findet, darf nun mit Flying Heroes von Take 2 Interactive die typischen Dungeons und Arenen verlassen und stattdessen in luftigen Höhen in eigenartigen Fortbewegungsmitteln seine Gegner vom Himmel schießen.

Flying Heroes
Flying Heroes
Die Vorgeschichte, die eher an ein Rollen- denn an ein Actionspiel erinnert, führt den Spieler in die Fantasiewelt von Hisperia, in der vier verschiedene Clans um die Vorherrschaft streiten. In der so genannten Hisperian League werden Luftduelle ausgetragen, deren Sieger die Macht über den Planeten übernehmen.

Screenshot #1
Screenshot #1
Nachdem man sich entschlossen hat, für welchen der vier verfeindeten Stämme man seine Energien aufwenden will, kann man sich im Tutorial mit der gewöhnungsbedürftigen, aber gelungenen Steuerung der Flugobjekte bekannt machen. Da es sich hier um ein historisches Fantasieprogramm handelt, geht man übrigens nicht mit schnittigen Raumgleitern oder Kriegsflugzeugen in die Kampfarena, sondern gondelt stattdessen mit eigenartigen Flugobjekten wie hölzernen Schiffen, Gänsen oder Kaffeekannen in der Gegend herum.

Insgesamt zehn verschiedene Schauplätze werden geboten, die allesamt grafisch ansprechend umgesetzt sind und nette Hintergrundmusiken bieten. Im typischen Death-Match-Stil geht es darum, die gegnerischen Kämpfer abzuschießen und so Punkte zu sammeln. Diese können dann in neues Equipment, bessere Waffen und andere Extras investiert werden.

Screenshot #2
Screenshot #2
Mehr Spaß als der auf Dauer eher eintönige Einspielermodus verspricht allerdings die Mehrspieler-Option: Per LAN oder Modem kann man seine Fähigkeiten mit Gleichgesinnten messen und herausfinden, wessen Schlachtschiff die Lufthoheit in Hisperia besitzt.

Fazit:
Flying Heroes wartet zwar mit einer durchaus gelungenen Spielidee auf, kann aber leider nicht auf längere Zeit an den Bildschirm fesseln, da sich die Gefechte in den einzelnen Welten doch zu sehr gleichen und Abwechslung rar gesät ist. Zumindest der Mehrspieler-Modus verspricht allerdings einige spaßige Stunden mit diesem ungewöhnlichen Shooter.  (tw)


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