Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1105/83608.html    Veröffentlicht: 19.05.2011 14:34    Kurz-URL: https://glm.io/83608

Social Search

Google spickt Suchergebnisse mit Daten von Freunden

Google führt seine Social Search nun auch international ein. Dabei streut Google Inhalte aus dem Umfeld des Nutzers in die Suchergebnisse ein oder hebt Suchergebnisse hervor, auf die Freunde und Bekannte zuvor hingewiesen haben.

Bereits 2009 führte Google seine Social Search in den USA ein, in Kürze steht sie auch für andere Länder und Sprachen zur Verfügung. Dabei nutzt Google Signale aus sozialen Netzwerken wie Twitter und Blogs, um die normalen Suchergebnisse aufzuwerten. Hat beispielsweise ein Freund einen Blogeintrag geschrieben, der zur Suchanfrage passt, weist Google darauf hin, da Inhalte, die aus dem eigenen Umfeld stammen, vermutlich von besonders hoher Relevanz für den Nutzer sind.

Die Ergebnisse der sozialen Suchen können überall in den Suchergebnissen auftauchen, versehen mit einem Hinweis darauf, über welchen der eigenen Kontakte der Hinweis zustande kommt.

Die soziale Suche bezieht sich aber nicht nur auf Inhalte, die Freunde verfasst haben. Auch Inhalte, die eigene Kontakte auf Twitter und anderen Seiten erwähnt haben, werden herausgegriffen. Auch hier gibt es einen Hinweis darauf, wer den Link erwähnt hat.

Diese Form der Personalisierung funktioniert nur dann, wenn ein Nutzer eingeloggt ist. Google versucht dann, anhand verschiedener Signale herauszufinden, wessen öffentliche Inhalte für den konkreten Nutzer besonders relevant sein könnten. Das können beispielsweise Leute aus der Freundesliste von Google Chat sein, Personen, die in den eigenen Google-Kontakten auftauchen, oder solche, denen der Nutzer auch im Google Reader oder bei Google Buzz folgt. Auch andere Netzwerke wie Twitter werden einbezogen, sofern der entsprechende Account mit dem Google-Konto verknüpft ist. Eine komplette Liste aller Kontakte, die Google einem Nutzer zuschreibt, findet sich im Google Dashboard unter "Sozialer Kreis und soziale Inhalte", sichtbar nur für den jeweiligen Nutzer.

Die Social Search soll in den kommenden Wochen für 19 weitere Sprachen aktiviert werden. Zugleich kündigte Google an, seine +1-Funktion so schnell wie möglich verfügbar zu machen.  (ji)


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