Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1105/83498.html    Veröffentlicht: 16.05.2011 08:18    Kurz-URL: https://glm.io/83498

Apple-Patentantrag

Tastatur mit Luftzug

Apple hat in den USA Patentschutz für eine Tastatur beantragt, bei der ein fühlbarer Luftzug hilft, die Tasten besser zu erfühlen, noch bevor der eigentliche Tastendruck ausgeführt wurde. Das soll vor allem bei sehr kompakten Tastaturen ein sicheres Tippgefühl erzeugen.

Die Wind-Tastatur erzeugt ein spürbares Feedback durch einen leichten Luftzug, der von den einzelnen Tasten über winzige Luftkanäle in Richtung der Finger ausgeht. Damit wird immer nur dann, wenn sich der Finger unmittelbar über der Taste befindet, etwas Luft ausgestoßen.

Möglich machen das Ventile unterhalb der Tasten und Näherungssensoren, die erkennen, wenn sich die Finger über den Tasten befinden. Die Tastaturelektronik öffnet dann das Ventil und die Luft entweicht.

Diese Form der erfühlbaren Tasten soll es erlauben, erheblich dünnere Tastaturen zu bauen, die nur noch einen sehr geringen Tastenhub haben und dennoch ein sicheres Tippen erlauben sollen. Sie gaukeln dem Anwender durch den Luftstrom die Taste schon vor, bevor er sie eigentlich angetippt hat.

Der Patentantrag 20110107958 mit dem einfachen Titel "Input Devices and Methods of Operation" wurde schon im November 2009 eingereicht und erst jetzt veröffentlicht. Urheber sind Aleksandar Pance, Michael Sinclair und Brett Bilbrey von Apple.

In einem ähnlich skurrilen Patentantrag beschreibt Apple eine leicht modifizierte Tastatur, bei der vier Kameras am Gehäuserand die Fingerspitzen des Benutzers stets im Blickfeld haben. Sie sind Teil einer Gestenerkennung, die Mauseingaben oder ein Trackpad überflüssig machen sollen. Die Bewegungserkennung kann zum Beispiel zum Scrollen oder der Mauszeigersteuerung eingesetzt werden. Der Benutzer muss dazu die Tasten nicht berühren. Vielmehr bewegt er seine Finger etwas oberhalb des Tastenfeldes. Die Kameras beobachten diese Bewegung und eine Software wertet sie aus.

Apples Patentanträge müssen wie üblich nicht in konkreten Produkten münden.  (ad)


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