Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1105/83381.html    Veröffentlicht: 10.05.2011 18:13    Kurz-URL: https://glm.io/83381

KPN Mobile International

E-Plus-Chef rückt in Konzernführung auf

E-Plus-Chef Thorsten Dirks übernimmt die Verantwortung für das gesamte Auslandsgeschäft des Mutterkonzerns KPN. Als Erstes soll er die Aktivitäten in Frankreich und Spanien loswerden. In Deutschland will KPN dagegen mehr investieren.

E-Plus-Chef Thorsten Dirks (47) rückt in die oberste Führungsebene des niederländischen Mutterkonzerns KPN auf. Als Vorstandschef der Konzernsparte KPN Mobile International verantwortet er künftig zusätzlich das gesamte Auslandsgeschäft. Den Posten hatte zuvor Eelco Blok inne, der im April 2011 zum Vorstandsvorsitzenden von KPN befördert wurde.

KPN ist im Ausland mit Gesellschaften und Marken in Deutschland, Belgien, Frankreich und Spanien aktiv. In Spanien ist KPN mit den Marken Simyo und Blau Mobilfunkprovider im Netz von Orange España. In Frankreich betreibt KPN im Netz von Bouygues Télécom die Marke Simyo.

Der 47-jährige Dirks tritt die neue Funktion in schwierigen Zeiten an: Die Aktivitäten in Frankreich und Spanien stellte Blok heute auf den Prüfstand. In den beiden Ländern habe KPN nur einige hunderttausend Mobilfunkkunden und erziele zwei Prozent seines Auslandsumsatzes. Allerdings, sagte Blok, wolle KPN seine Prepaid-Marke für Einwanderer Ortel in Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden erweitern.

Die Ausgaben in Deutschland und Belgien will KPN erhöhen. In den Ländern erzielt KPN 30 Prozent seines konzernweiten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). In Deutschland will KPN bis 2015 seinen Marktanteil von 16 Prozent auf über 20 Prozent erhöhen.

KPN senkte am 21. April 2011 seine Prognose und kündigte massive Stellenstreichungen an. Bis 2015 sollen bis zu 5.000 Arbeitsplätze in den Niederlanden abgebaut werden. Damit wird ein Viertel der Belegschaft den Konzern verlassen. 2011 werde ein EBITDA von 5,3 Milliarden Euro erwirtschaftet, bislang waren 5,5 Milliarden Euro geplant.  (asa)


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