Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1105/83362.html    Veröffentlicht: 10.05.2011 10:58    Kurz-URL: https://glm.io/83362

Activision Blizzard

Pläne für Call of Duty und World of Warcraft

In der Bilanz von Activision Blizzard steht ein dickes Plus, insbesondere wegen des angeblich erfolgreichsten Computerspiels aller Zeiten - Black Ops. Ende 2011 soll ein neues Call of Duty erscheinen. Spieler sollten sich den Begriff "Beachhead" merken.

Call of Duty ist für Activision Blizzard wichtiger denn je. In den kommenden Wochen - spätestens wohl zur Spielemesse E3 im Juni 2011 - will das Unternehmen den nächsten Serienteil vorstellen. Als so gut wie sicher gilt, dass er den Untertitel Modern Warfare 3 tragen wird. Fast noch interessanter dürfte ein Onlinedienst werden, der momentan unter dem Arbeitstitel Beachhead (Brückenkopf) beim Entwicklerstudio Beachhead Studios entsteht und gleichzeitig mit dem nächsten Call of Duty im Herbst 2011 fertig sein soll. Das Ganze ist wohl so eine Art Battle.net für Shooter-Fans: Treffpunkt, soziales Netzwerk, ein Angebot neuer Inhalte - nach Angaben von Activision alles kostenlos. Ein paar Dollar wird die Firma aber irgendwie verdienen wollen. Auch mit Details zu Beachhead ist bis zur E3 zu rechnen.

Call of Duty: Black Ops ist nach Auffassung des Unternehmens mittlerweile das erfolgreichste Spiel, das es bislang gab, jedenfalls hinsichtlich des Umsatzes in Europa und den USA. Konkrete Verkaufszahlen hat Firmenchef Bobby Kotick im Gespräch mit Analysten nicht genannt. Immerhin: Von der ersten kostenpflichtigen Erweiterung First Strike wurden nach Veröffentlichung über Xbox Live innerhalb von 24 Stunden rund 1,4 Millionen virtuelle Exemplare verkauft. Neben dem mutmaßlichen Modern Warfare 3 soll demnächst tatsächlich, wie früher angekündigt, auch eine Free-to-play-Ausgabe von Call of Duty erscheinen - allerdings nur in China. Eine Veröffentlichung in anderen Märkten schließt das Unternehmen aus.

In den ersten drei Monaten 2011 hat Activision Blizzard einen Nettoumsatz von 1,45 Milliarden US-Dollar erzielt; im Vorjahreszeitraum lag der Wert noch bei 1,31 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn stieg von 381 auf 503 Millionen US-Dollar. Rund ein Drittel des Umsatzes wurde im Onlinegeschäft erzielt. Der Konzern hat seine Umsatzprognose für das gesamte Geschäftsjahr von 3,95 auf 4,05 Milliarden Dollar angehoben.

Hinsichtlich World of Warcraft hat Blizzard-Chef Mike Morhaime festgestellt, dass die Spieler neue Inhalte immer schneller bewältigen. Auch deshalb seien die Spielerzahlen nach Veröffentlichung der letzten Erweiterung Cataclysm um rund fünf Prozent gesunken. Die Entwickler dächten derzeit darüber nach, wie sie den Ausstoß an Updates erhöhen können. Ein paar zusätzliche Dollars wolle man in den nächsten Monaten mit dem Verkauf eines weiteren virtuellen Reittiers verdienen. Eine ähnliche, erste Aktion war aus kommerzieller Sicht höchst erfolgreich verlaufen, hatte aber bei vielen WoW-Spielern Unmut hervorgerufen.  (ps)


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