Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1105/83298.html    Veröffentlicht: 06.05.2011 12:13    Kurz-URL: https://glm.io/83298

Vodafone

LTE am Berliner Potsdamer Platz

Vodafone schaltet LTE im Berliner Sony-Center am Potsdamer Platz frei. Doch die verfügbaren LTE-Datensticks sind noch nicht abwärtskompatibel. In der ganzen Hauptstadt können bereits 15.000 bis 20.000 Haushalte 4G-Dienste des Netzbetreibers nutzen. Vodafone legte die tatsächlich erreichten Datenraten offen.

Vodafone startet im Sony-Center am Potsdamer Platz in Berlin eine LTE-Sendestation. Die Ausleuchtung beschränkt sich auf das Gelände mit 26.000 Quadratmetern und den Gebäudekomplex im Bezirk Mitte. Vodafone-Sprecher Paul Gerlach sagte Golem.de: "Es geht nur um das Sony-Center. Das ist ein Bereich, wo Sie LTE mit einem Datenstick nutzen können." Die Hardware unterliege noch Einschränkungen, denn die Surfsticks sind noch nicht abwärtskompatibel. Gerlach: "Was wir vermarkten, sind noch keine 4G-Handys oder -Sticks, sondern eine Lösung für weiße Flecken." Diese Lösung ist für den stationären Einsatz ausgelegt.

Die Verpflichtungen der Bundesnetzagentur für den Mobilfunk der vierten Generation sehen einen Ausbau pro Bundesland vor. Wenn in einem Land die weißen Flecken komplett entfernt sind, dürfen die Ballungszentren ausgestattet werden. Vodafone hat angekündigt, die weißen Flecken noch in diesem Jahr zu beseitigen. In Berlin gibt es aber praktisch keine weißen Flecken. "Daher haben wir an der einen oder anderen Stelle einen Mast hingestellt", erzählte Gerlach. Netzabdeckung mit LTE-Technik für Outdoor bietet Vodafone nach eigenen Angaben in der Region am Flughafen Tegel, im Ortsteil Steglitz und Adlershof für 15.000 bis 20.000 Haushalte.

"An dem Pilotstandort Potsdamer Platz sehen wir uns das Verhalten der Technologie in der Stadt an. Das ist anders als auf dem Land", sagte Gerlach. Bei den Downloads über den LTE-Stick von Samsung werde eine Datenübertragungsrate zwischen 25 bis 30 MBit/s erreicht. Bei Uploads würden 8 bis 9 MBit/s erzielt.

Gerlach: "Bei den Varianten mit einem WLAN-Router sind es etwa 22 MBit/s im Download. Die Uploadzahlen blieben fast auf dem Stick-Niveau. Aber wichtiger als die Spitzenwerte am Pilotstandort Potsdamer Platz sind natürlich Messzahlen aus belasteten Zellen, also im Zugriff von vielen Kunden." Auch hier gebe es bereits erste Erfahrungswerte: "Im Schnitt erreicht der LTE-User Werte über 10 MBit/s. Selbst bei ungünstiger Bedingung sinkt der Download nicht unter 3 MBit/s. Unter Optimalbedingungen klettert die Geschwindigkeit auf über 30 MBit/s", sagte Gerlach.  (asa)


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