Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1105/83235.html    Veröffentlicht: 04.05.2011 14:58    Kurz-URL: https://glm.io/83235

Sprachnachricht statt SMS

Woizzer ist offiziell gestartet

Der mobile Sprachnachrichtendienst Woizzer ist nun offiziell gestartet. Mit Apps für iPhone, Android und Blackberry können Nutzer kostenlos Freunde benachrichtigen, auch per E-Mail oder direkt auf deren Facebook-Profil.

Woizzer beschreibt seine Sprachnachrichten als gesprochene SMS, die mehr transportiert als nur kurze Texte - und kein mühsames Tippen erfordert. Im Vergleich mit den oft unpersönlich wirkenden Kurznachrichten eignet sich die Stimme nach Ansicht des in Hamburg gegründeten Unternehmens besser, um Nachrichten, Gedanken und Emotionen verständlicher zu übermitteln.

Allerdings gilt das auch nur, wenn die maximal 60 Sekunden langen Tonaufzeichnungen auch zu verstehen sind und man sich nicht daran stört, dass andere die Aufzeichnung eventuell mithören. Auf eine Videoaufzeichnung von Nachrichten verzichtet Woizzer bisher. Zusätzlich zu Sprachnachrichten kann mit Woizzer allerdings auch ein Foto und eine Standortkarte mitgeschickt werden.

Offene Betaphase beendet

Der Dienst war seit September 2010 in einer offenen Betaphase und wurde seitdem um neue Funktionen erweitert. Die Anmeldung und der Versand der "Woizzes", wie die gesprochenen Nachrichten von dem Anbieter genannt werden, ist kostenlos und unkompliziert. Verdienen will das Unternehmen durch kostenpflichtige Zusatzdienste, In-App-Verkäufe und mobile Audiowerbung.

Mit dem Basisdienst ist nicht nur möglich, anderen Woizzes-Nutzern private Nachrichten zu schicken, in der geschlossenen Gruppe Nachrichten auszutauschen und die offizielle Woizzer-Wall zu nutzen. Es ist auch möglich, außerhalb des Woizzer-Universums Nachrichten auf Facebook-Wänden anderer zu hinterlassen oder eine Woizz per E-Mail zu verschicken. In der E-Mail findet sich dann ein Link zu einer Webseite mit der Sprachnachricht und eventuell auch einem Bild und einer Karte. Ein zeitversetzter Versand der aufgenommenen Nachrichten ist auch möglich.

Apps für iPhone und andere Smartphones

Heiko Fuchs, der Gründer und Chef von Woizzer, hat sich vorgenommen, den Nutzern mit jeder neuen Woizzer-App-Version "nicht nur neue sinnvolle und spannende Features zu liefern, sondern nach und nach eine ganze Sprechwelt im Internet zu errichten".

Auch zum offiziellen Start von Woizzer gibt es zur Nutzung aber nur eine iPhone-App. Sie wurde kürzlich auf die Version 2.1 aktualisiert und funktioniert auch mit dem iPod touch oder iPads. Eine auch auf das Display des Apple-Tablets angepasste Version ist jedoch noch in Vorbereitung. Die Apps für Android- und Blackberry-Geräte werden laut Woizzer ebenfalls in wenigen Wochen folgen - noch im zweiten Quartal 2011 sollen dann auch damit die Woizzes verschickt werden können.  (ck)


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