Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1105/83187.html    Veröffentlicht: 03.05.2011 11:04    Kurz-URL: https://glm.io/83187

iPad-Konkurrent

Amazon startet in Kürze mit eigenem Tablet

Amazon lässt laut Herstellerkreisen einen eigenen Tablet-Computer von Quanta Computer fertigen. Noch in der zweiten Jahreshälfte starte die Auslieferung an Amazon.

Der taiwanische Auftragshersteller Quanta Computer wird Amazons Tablet-Computer fertigen. Das berichtet die gewöhnlich gut informierte IT-Zeitung Digitimes aus Herstellerkreisen. Quanta habe den Auftrag mit einem Umsatzvolumen von 100 Milliarden Taiwan-Dollar (2,36 Milliarden Euro) unterzeichnet und beginne frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2011 mit der Auslieferung an Amazon. In Spitzenzeiten würden monatlich 700.000 bis 800.000 Amazon-Tablets hergestellt. Quanta, ebenfalls Hersteller von RIMs Blackberry Playbook, hat erklärt, seine Kundenbeziehungen nicht öffentlich zu kommentieren. Quanta hoffe, auch Aufträge für das LePad der zweiten Generation von Lenovo zu erhalten, berichtet die Digitimes.

E Ink Holdings werde den Touchscreen für das Amazon-Tablet mit Advanced Fringe Field Switching (FFS) liefern, was die Lesbarkeit des Displays bei Sonnenlicht erhöhen soll, berichtet die Digitimes. Amazons Kindle verkaufe sich laut Branchenkreisen weiterhin sehr gut, könne aber außerhalb Nordamerikas und Europas nicht genügend Marktanteile erobern. Mit einem eigenen Tablet will Amazon deshalb dem iPad 2 Konkurrenz machen. Amazon macht keine Angaben zu den Verkaufszahlen des E-Book-Readers.

Das letzte große Update des E-Book-Readers Kindle liege schon zwei Jahre zurück. Bereits Ende März 2011 hatte Engadget-Mitbegründer Peter Rojas über Amazons Tablet-Pläne spekuliert. Der Hersteller werde wahrscheinlich Samsung sein, sagte Rojas. Der Preis des Amazon-Tablets werde unter dem des iPads liegen.

Die Digitimes berichtete, dass Barnes & Noble circa 3 Millionen seines LCD-Tablets Nook Color verkauft habe, das auf Android basiert. Auch das Amazon-Tablet werde auf Android basieren, schrieb Rojas. Passend dazu sei der Start des Amazon Android Appstore im März 2011, von Amazon Cloud Drive für Musik, Filme und Bilder und des Dienstes Amazon Instant Video.  (asa)


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