Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1104/83114.html    Veröffentlicht: 28.04.2011 23:20    Kurz-URL: https://glm.io/83114

Bilanzvergleich

Microsoft macht weniger Quartalsgewinn als Apple

Microsoft hat ein starkes Quartalsergebnis vorgelegt, bleibt aber hinter Konkurrent Apple zurück. Microsofts Windows- und Windows-Live-Sparte hat 4,4 Prozent Umsatz eingebüßt, der Gewinn ist um zehn Prozent gefallen.

Microsoft hat in seinem dritten Finanzquartal den Gewinn um 31 Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar (61 Cent pro Aktie) gesteigert, nach vier Milliarden US-Dollar (45 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Fünf Cent pro Aktie kamen im aktuellen Berichtszeitraum aus einem Steuervorteil. Der Umsatz ist um 13 Prozent auf 16,4 Milliarden US-Dollar gewachsen. Die Analysten hatten nur einen Gewinn von 56 Cent pro Aktie und einen Umsatz von 16,19 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Die Betriebskosten sind um 15 Prozent gestiegen.

Apple konnte dagegen am 20. April 2011 ein besseres Quartalsergebnis ausweisen. Der Hersteller erwirtschaftete einen Gewinn von 5,99 Milliarden US-Dollar und der Umsatz stieg auf 24,67 Milliarden US-Dollar.

"Wir haben ein starkes Quartalsergebnis geliefert, auch wenn die Lage auf dem PC-Markt teilweise schwierig war, was die Stärke und Marktbreite unseres Unternehmens demonstriert", sagte Microsoft-Finanzchef Peter Klein.

Microsofts Windows- und Windows-Live-Sparte büßte 4,4 Prozent Umsatz ein, der Gewinn fiel um zehn Prozent. Die anderen Konzernbereiche konnten sich dagegen steigern: Server und Tools legte beim Umsatz um elf Prozent zu, der Gewinn kletterte um zwölf Prozent. Für die Businesssparte, die die Mehrheit ihres Umsatzes mit Microsofts Büroanwendungspaket Office erwirtschaftete, stieg der Umsatz um 21 Prozent und der Gewinn um 25 Prozent.

Der Umsatz für Entertainment und Devices machte einen Sprung um 60 Prozent. Microsoft erklärte, der Bereich habe von Kinect-Sensoren und starker Nachfrage für die Spielekonsole Xbox 360 und Xbox live profitiert.

Der Konzernbereich Online Services konnte den Umsatz um 14 Prozent anheben.  (asa)


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