Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1104/82854.html    Veröffentlicht: 16.04.2011 14:02    Kurz-URL: https://glm.io/82854

Oracle

Open Office wird vollständig "Community-based Open Source"

Oracle gibt alle kommerziellen Interessen an Open Office auf: Ab sofort soll sich nur noch die Community um das Open-Source-Projekt kümmern. Das Unternehmen will allerdings weiter offene Formate wie das Open Document Format (ODF) unterstützen.

In einer kurzen Erklärung gibt Oracle alle kommerziellen Interessen an Open Office auf. Nach Angaben von Edward Screven, Chief Corporate Architect bei Oracle, soll Openoffice.org als Open-Source-Projekt in die Hände der Community gegeben werden. "Wir wollen sofort damit beginnen, gemeinsam mit Mitgliedern der Community den Erfolg von Open Office fortzusetzen. Oracle wird weiterhin die Adaption von Dokumentformaten auf Basis offener Standards unterstützen, etwa das Open Document Format (ODF)", so Screven.

Das Unternehmen stellt klar, dass es weiterhin in die Entwicklung und Unterstützung von Open-Source-Projekten investieren wolle. Insbesondere werde man weiterhin mit großem Aufwand Technologien wie Linux und MySQL unterstützen, weil beide wichtig bei kommerziellen und staatlichen Kunden seien.

Der Schritt von Oracle kommt für Mitglieder der Open-Source-Szene wenig überraschend - und löst alles andere als Begeisterung aus. So stellt Pro-Linux.de infrage, ob "noch eine nennenswerte Entwicklung bei Openoffice.org" stattfinden könne, weil der größte Teil der Gemeinschaft "ohnehin bereits zu Libreoffice abgewandert" sei. Libreoffice hatte sich Ende September 2010 von Openoffice.org abgespalten.  (ps)


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