Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1104/82849.html    Veröffentlicht: 15.04.2011 16:25    Kurz-URL: https://glm.io/82849

Virtualisierung

Neues Frontend für KVM

Die Kernelentwickler arbeiten an neuen virtuellen Hardware-Komponenten für KVM. Die KVM-Tools sollen das schwerfällige Qemu ersetzen, das als überfrachtet und fehleranfällig gilt.

Kernelhacker Pekka Enberg stellt in einer Mail das Linux-KVM-Tool vor, das künftig emulierte Hardware-Komponenten für die im Linux-Kernel integrierte virtuelle Maschine KVM dienen soll. Enberg will das Linux-KVM-Tool so einfach wie möglich halten, es soll ohne BIOS-Abhängigkeiten auskommen und auch weniger veraltete Treiber unterstützen als Qemu. Das Projekt entstand, als Kritik an der Schwerfälligkeit von Qemu laut wurde.

Mit nur 5.000 Zeilen C-Code lässt sich über das Linux-KVM-Tool bislang ein Linux-Gastsystem booten und über die serielle Konsole ansteuern. Bislang fehlt allerdings noch die Unterstützung für Grafik und Netzwerk. Enberg bezeichnet das Projekt als Prototyp und lädt Entwickler ein, an dem Projekt mitzuarbeiten.

Der Source Code vom Linux-KVM-Tool ist im Unterverzeichnis tools in einem Entwicklungszweig von KVM abgelegt. Das startbare Linux-Image ist unter qemu.org abrufbar.  (jt)


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