Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1104/82813.html    Veröffentlicht: 14.04.2011 14:21    Kurz-URL: https://glm.io/82813

Kinect for Windows

Details zum Beta SDK

Microsoft hat neue Details zum offiziellen Kinect for Windows Beta SDK genannt. Zudem wurden auf der MIX11-Konferenz weitere Beispiele gezeigt, was mit der Gestensteuerung am PC möglich ist.

Die Betaversion des Kinect for Windows SDK ist für den Frühling 2011 angekündigt. Es soll dann unter anderem mit einem schnellen, robusten Skeletal Tracking aufwarten, das wie bei der Xbox 360 ein oder zwei Personen im Sichtbereich der Kamera aktiv verfolgen kann. Entwickler können direkt auf die Bilddaten und Tiefeninformationen der Kameras zugreifen. Über das Mikrofon-Array lässt sich eine Geräuschquelle orten und es können Störgeräusche und Echos ausgefiltert werden. Eine Integration mit der Windows-Spracherkennungs-API gibt es ebenfalls.

Anlässlich der MIX11-Konferenz wurden auch einige Projekte gezeigt, die das Kinect for Windows Beta SDK bereits einsetzen. Darunter eine Navigation durch Sternenkarten im Worldwide Telescope, ein fahrbarer Kinect-Sessel zum Nachbauen und ein Wall Panic genanntes Spiel von Frog Design, bei dem die Spieler ihre Körper verbiegen müssen, um einer Form auf dem Bildschirm zu entsprechen. Ein deutsches Team von der Uni Konstanz zeigte mit seinem NAVI-Projekt, wie Kinect als künstliches Auge und Navigationshilfe für Sehbehinderte eingesetzt werden kann.

Entwickler können sich unter research.microsoft.com/kinectsdk anmelden, um sich von Microsoft über die Veröffentlichung des Kinect-Entwicklerpakets für Windows informieren zu lassen.

Microsoft hatte das Kinect for Windows SDK angekündigt, nachdem sich an Gestensteuerung interessierte Entwickler ihre eigenen Treiber und Tools programmiert hatten und die Kinect-Hardware für eigene Anwendungen unter Linux und Windows nutzten. Vor allem Künstler und Wissenschaftler machten dabei mit ihren innovativen Kinect-Projekten auf sich aufmerksam. Nun will auch Microsoft ihre Kreativität ausnutzen und gestenbasierte Natural User Interfaces (NUI) für Windows-7-Anwendungen voranbringen. Bisher ist das SDK nur für nichtkommerzielle Software gedacht.

 (ck)


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