Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1104/82721.html    Veröffentlicht: 12.04.2011 09:27    Kurz-URL: https://glm.io/82721

Suchmaschine

Google weitet Farmer-Update aus

Google weitet sein Farmer-Update alias Panda auf weitere Länder aus. Bisher wurden die neuen Algorithmen nur in den USA eingesetzt, wo die Verschiebungen bei den Suchergebnissen Aufregung auslösten.

Die als Farmer-Update bekanntgewordene Änderung an Googles Suchalgorithmen alias Panda wird auf weitere Länder ausgeweitet, bezieht sich aber weiterhin nur auf die englische Sprache. Der Name bezieht sich darauf, dass Google mit den neuen Algorithmen versucht, Contentfarmen zu erkennen und abzuwerten. Damit sollen qualitativ hochwertige Seiten höher in den Suchergebnissen erscheinen. Google selbst nennt die Neuerung Panda-Update.

Googles Änderung der Algorithmen hatte zu viel Aufregung ausgelöst, da sie zu teilweise erheblichen Verschiebungen bei den Suchergebnissen geführt hatte.

Ab sofort kommen die neuen Algorithmen weltweit für alle Google-Nutzer zum Einsatz, die in englischer Sprache suchen. Zudem bezieht Google nun auch Nutzerfeedback mit ein, um schlechte Seiten zu erkennen. Dabei wertet Google aus, welche Seiten Nutzer in den Suchergebnissen besonders häufig blockieren.

Die weitergehende Änderung soll aber nur einen kleinen Einfluss auf die Suchergebnisse haben. Laut Google betrifft sie rund zwei Prozent der Suchanfragen, während das große Farmer-Update rund zwölf Prozent der Suchanfragen betraf.

Google geht davon aus, dass der Algorithmus die Qualität einer Website sehr genau erkennt. Dennoch gibt es einen sehr langen Thread im Google-Webmasterforum, in dem sich Webmaster beklagen, dass ihre Seite fälschlicherweise abgestraft wurde. Betroffenen rät Google, sich ihre Seiten genau anzusehen und verweist nur allgemein auf seine Qualitätsrichtlinien. Die Algorithmen würden erkennen, wenn Seiten verändert werden und die Abstufung dann gegebenenfalls zurücknehmen, so Google.

Google will die neuen Algorithmen weiter verfeinern und testen. Erst dann sollen sie auch auf zusätzliche Sprachen angewendet werden.  (ji)


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