Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1104/82552.html    Veröffentlicht: 05.04.2011 15:29    Kurz-URL: https://glm.io/82552

Oracle

Anwendergruppe protestiert gegen Lizenzierungsmodell

Die Deutsche Oracle-Anwendergruppe ist mehrheitlich mit dem Lizenzierungsmodell der Datenbank von Oracle in virtuellen Umgebungen unzufrieden. Bei der sogenannten Softwarepartitionierung muss pro Prozessor gezahlt werden, was bei modernen Servern zur Kostenexplosion führt.

Laut Michael Paege, DOAG-Vorstand, überlegen etwa 70 Prozent der Mitglieder, auf einen anderen Anbieter zu wechseln, sollte Oracle bei seinem Lizenzmodell bleiben. "Diese Zahl ist hoch. Bedenken Sie, dass Oracle-affine Personen teilgenommen haben", sagte Paege.

Die DOAG (Deutsche Oracle-Anwendergruppe) hatte sich an Oracle gewandt, um gegen dessen Lizenzierungsmodell bei der Virtualisierung zu protestieren. Fast 90 Prozent der Mitglieder der DOAG hatten sich unzufrieden mit den Lizenzierungsoptionen des Datenbankkonzerns gezeigt.

Werden in Virtualisierern, etwa HyperV, VMware, Xen oder Oracle VM, CPUs über die Ressourcenverwaltung zugeteilt, verwendet Oracle die sogenannte Softwarepartitionierung als Basis für sein Lizenzmodell. Lizenznehmer müssen dann für sämtliche vorhandenen Prozessoren zahlen. Bei der gegenwärtig explodierenden Anzahl von in Servern eingesetzten Prozessoren steigen auch die Lizenzgebühren sprunghaft.

Bei der sogenannten Hardwarepartitionierung werden nur zugewiesene Prozessoren berechnet. Während Oracle VM auch für dieses Lizenzmodell zur Verfügung steht, gilt dies nicht für VMware. Fast 80 Prozent der DOAG-Mitglieder setzen jedoch in erster Linie auf VMware.  (jt)


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