Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1103/81984.html    Veröffentlicht: 09.03.2011 11:05    Kurz-URL: https://glm.io/81984

Patchday

Microsoft korrigiert vier gefährliche Sicherheitslücken

Insgesamt vier als gefährlich einzustufende Sicherheitslecks muss Microsoft in diesem Monat beseitigen. Die Hälfte der Fehler steht im Zusammenhang mit Binary Planting. Ein Windows-Sicherheitsloch bleibt weiter offen.

In diesem Monat korrigiert Microsoft ein Sicherheitsloch, das die Windows-Komponente Media Player und Media Center betrifft. Öffnet ein Anwender eine präparierte DVR-MS-Datei, kann der Angreifer darüber Schadcode ausführen und ein fremdes System unter seine Kontrolle bekommen. Ein zweites korrigiertes Sicherheitsloch steckt in der DirectX-API Directshow und ermöglicht ebenfalls eine Ausführung beliebigen Programmcodes. Mit einem Patch für Windows XP, Vista, 7 und Windows Server 2008 sollen diese beiden Fehler beseitigt werden.

Der Remote-Desktop-Client von Windows hat ein Sicherheitsloch, das als gefährlich einzustufen ist, weil Angreifer auch darüber beliebigen Code auf einem fremden System ausführen können. Opfer müssen dazu verleitet werden, eine manipulierte RDP-Datei zu öffnen. Von dem Fehler sind Windows XP, Vista, 7, Windows Server 2008 und 2008 R2 betroffen. Mit einem Patch soll der Fehler beseitigt werden, der im Zusammenhang mit Binary Planting steht.

Dies gilt auch für das Sicherheitsloch in der Office-Komponente Groove 2007. Ein Angreifer muss sein Opfer nur dazu verleiten, eine Groove-bezogene Datei zu öffnen. Diese ist für den Angegriffenen nicht ersichtlich präpariert und verhilft dem Angreifer dazu, beliebigen Code auf einem fremden System auszuführen. Seit ein paar Monaten aktualisiert Microsoft seine Anwendungen, um Angriffe mittels Binary Planting zu verhindern.

Weiterhin kein Patch für offenes Windows-Sicherheitsleck

Für das seit Ende Januar 2011 bekannte Windows-Sicherheitsloch hat Microsoft auch nach sechs Wochen noch keinen Patch veröffentlicht.  (ip)


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