Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1103/81968.html    Veröffentlicht: 08.03.2011 14:04    Kurz-URL: https://glm.io/81968

Dateien im Netz

Cyberduck 4 für Windows und Mac OS X veröffentlicht

Cyberduck 4 ist mehr als nur ein FTP-Client und in der neuen Version erstmals auch für Windows verfügbar. Die Software erlaubt den Zugriff auf Fileserver über unterschiedliche Protokolle, neben FTP und SFTP werden auch WebDAV, Amazon S3, Google Storage, Google Docs, Windows Azure und Rackspace unterstützt.

Unter Mac OS X zählt Cyberduck zu den populärsten Clients zum Zugriff auf Dateien auf Fileserver und Cloud-Storage. Die neue Version 4 läuft erstmals auch unter Windows und wurde nach einem mehrere Monate laufenden Betatest nun freigegeben.

Dabei haben die Entwickler im Vergleich zur Beta aber auch neue Funktionen integriert. So werden jetzt die sogenannten Multipart-Uploads für Amazon S3 unterstützt. Damit lassen sich große Dateien in kleinere Datenpakete aufspalten und diese Pakete parallel oder sequenziell hochladen. Dabei werden maximal 1.024 Datenpakete mit je mindestens 5 MByte, maximal aber 5 GByte in Summe unterstützt.

Buckets in S3 können zudem als Webseite konfiguriert werden, womit sich statische Webseiten komplett bei S3 hosten lassen. Optional kann Amazon CDN Cloudfront aktiviert werden.

Bei Rackspace wird nun deren neuer CDN-Provider Akamai unterstützt und Dateien auf ausliefernden Servern können über Cyberduck von diesen entfernt werden.

Unter Windows erlaubt Cyberduck das Kopieren von und zu den Servern über ein zweigeteiltes Interface per Drag-and-Drop. Die bereits besuchten Server werden in einer Logdatei gespeichert und können aus einer Liste bei späterem Bedarf ausgewählt werden. Eine Bonjour-Integration ermöglicht auch unter Windows das Auffinden von FTP- und WebDAV-Diensten im lokalen Netzwerk. Wie die Mac-Ausgabe kann auch die Windows-Version Amazons Cloudfront-Dienst CDN (Content Delivery Network) ansteuern.

Wer will, kann Dateien mit beliebigen Anwendungsprogrammen verknüpfen und direkt aus Cyberduck zum Bearbeiten aufrufen, sie bearbeiten und direkt wieder auf dem Server speichern.

Außerdem können Dokumente mit Cyberduck auch in Googles Text- und Tabellenanwendung gespeichert werden. Eingescannte Texte, die nicht in einem editierbaren Format vorliegen, können durch die optische Zeichenerkennung in lesbaren Text umgewandelt werden.

Künftig sollen alle Funktionen, die Cyberduck in der Mac-Version neu erhält, auch in die Windows-Variante einfließen. Cyberduck 4 ist unter anderem in deutscher Sprache erhältlich und kann ab sofort unter cyberduck.ch kostenlos für Mac OS X ab Version 10.5, Windows XP, Vista und Windows 7 heruntergeladen werden.  (ji)


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