Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1103/81872.html    Veröffentlicht: 03.03.2011 12:28    Kurz-URL: https://glm.io/81872

VMware

Virtuelle Maschinen für Android

VMware hat einen Prototyp seiner virtuellen Maschine für Android vorgestellt. Auf einem mobilen Gerät starten über die VM zwei unabhängige Versionen des Android-Betriebssystems - selbst unterschiedliche Android-Versionen sollen damit lauffähig sein.

Laut VMware soll die virtuelle Maschine für Android vor allem für Geschäftskunden interessant sein, die Privates und Geschäftliches trennen wollen. Eine der unabhängigen Versionen des Android-Betriebssystems soll für den Privatgebrauch für den Anwender frei konfigurierbar sein, die andere für die geschäftliche Nutzung konfiguriert. VMware hat den Prototyp dafür auf der Cebit vorgestellt. Auf dem Vorführgerät wurde die zweite Instanz über eine Verknüpfung gestartet. Sie soll laut VMware so gesperrt werden, dass nur der Administrator dort Apps installieren kann.

Meldungen aus dem nichtaktiven System werden von der gerade benutzten Instanz angezeigt. Per Klick auf eine Meldung startet die entsprechende App in der anderen Instanz. Sonst sollen die beiden Android-Versionen strikt voneinander getrennt werden, etwa, indem die Copy-and-Paste-Funktion ausgeschaltet wird. Da die virtuellen Maschinen auch die Verwendung unterschiedlicher Android-Versionen ermöglichen, könnte die Technologie auch für Entwickler interessant werden.

Laut Paul Strong, CTO bei VMware EMEA, arbeitet seine Firma bereits seit Ende 2010 mit LG an der virtuellen Maschine für Android. Die finale Version soll im Laufe des zweiten Quartals 2011 erscheinen. Preise für die Android-VM stehen noch nicht fest.

Sie ist Teil der langfristigen Pläne, das Softwareportfolio von VMware auf verschiedene Endgeräte, vor allem mobile Geräte, zu portieren. Dazu gehören auch die Pläne des Virtualisierungsspezialisten, bestehende Applikationen später als Software-as-a-Service (SaaS) anzubieten.

Um die Verwendung von SaaS-Anwendungen zwischen öffentlichen und den privaten Clouds zu koordinieren, stellte VMware jüngst auch den sogenannten vCloud Connector vor, der die Verwaltung einer vSphere-Infrastruktur innerhalb einer externen vCloud-Instanz ermöglicht. Das Plugin verwendet dazu das vSphere-API in der Version 1.0.  (jt)


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