Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1102/81701.html    Veröffentlicht: 25.02.2011 11:56    Kurz-URL: https://glm.io/81701

Unix

FreeBSD 8.2 unterstützt USB 3.0

In die aktuelle Version 8.2 der freien Unix-Distribution FreeBSD haben die Entwickler in erster Linie neue Versionen der Softwarepakete eingepflegt. Einige neue Funktionen sind aber ebenfalls enthalten, etwa die Unterstützung für USB 3.0.

FreeBSD 8.2 enthält hauptsächlich aktualisierte Softwarepakete, darunter die Desktops Gnome und KDE. Das FreeBSD-Team hat aber auch einige neue Funktionen, darunter einen Xhci-Treiber, der für die vollständige Unterstützung von USB-3.0-Geräten sorgt. Die Linux-Emulationsschicht unterstützt das Video4linux-API, die entsprechend benötigten nativen Hardwaretreiber bieten die Repositories multimedia/pwcbsd oder multimedia/webcamd.

Zwei Treiber sollen für erhöhte Sicherheit sorgen: Das Tpm-Modul unterstützt Trusted-Plattform-Modul-Hardware, während das Aesni-Modul die beschleunigte AES-Ver- und -Entschlüsselung in Intel-CPUs unterstützt und damit auch die Arbeit des Crypto-Frameworks auf den entsprechenden Plattformen beschleunigt. Crypto unterstützt neben XTS-AES auch den Tweaked-Code-Book-Modus mit CipherText Stealing (XEX-TCB-CTS).

Die Xen-Virtualisierung wurde ebenfalls erweitert und bietet fortan vollständige Hardwarevirtualisierung - auch HVM (Hardware Virtual Machine) - ebenfalls für amd64-Systeme an. Auf i386-Systemen lässt sich Xen auch paravirtualisiert nutzen (PV).

Die GUID-Partitionstabelle (GPT) wird von FreeBSD 8.2 vollständig unterstützt, die Prüfsummen primärer Partitionen werden nun korrekt verifiziert. Das Partitionswerkzeug Gpart wurde ebenfalls entsprechend erweitert und unterstützt beispielsweise die GPT-Attribute Bootme, Bootonce und Bootfailed. Zudem kennt Gpart den Befehl recover für GUID-Partitionstabellen. Das Dateisystem ZFS wurde auf Version 15 aktualisiert und bringt zahlreiche Verbesserungen aus Opensolaris mit.

Der Kernel wurde mit den Optionen KDB und KDB_TRACE kompiliert, um die Stacktrace-Ausgabe bei Kernel-Panics auch ohne Debugger anzeigen zu können. Zudem wurde die Dtrace-Funktion auf die Userland-Werkzeuge ausgeweitet. Damit kann die Interaktion von Anwendungen und dem Kernel besser überwacht werden.

Zu den aktualisierten Paketen gehören die beiden Desktops Gnome und KDE SC, die auf Version 2.32.1 respektive Version 4.5.5 erhöht wurden. In den Paketen Bind 9.6-ESV-R3 und Openssl 0.9.8q wurden zusätzlich Sicherheitslücken geschlossen.

FreeBSD 8.2 steht für die amd64-, i386-, ia64-, pc98-, Powerpc- und Sparc64-Architekturen zur Verfügung. Für die Installation stehen DVD-Images, CD-Images und USB-Images zum Download bereit. Ältere Versionen, etwa FreeBSD 7, 8.x, aber auch die Beta- und RC-Versionen von 8.2 lassen sich per freebsd-update aktualisieren.  (jt)


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