Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1102/81635.html    Veröffentlicht: 23.02.2011 12:10    Kurz-URL: https://glm.io/81635

HP und Sandy Bridge

Elitebooks mit 30 Stunden Laufzeit und neuem Design

Auch Hewlett-Packard setzt auf Sandy Bridge. Neben neuen CPUs in den Elitebook und Probook genannten Geschäftskundennotebooks gibt es neue integrierte Modems für das mobile Internet, neue Displays und die Möglichkeit, die Laufzeiten auf über 30 Stunden zu verlängern.

Nur einen Tag, nachdem Lenovo seine Thinkpads mit Sandy-Bridge-Prozessoren bestückt hat, zieht Hewlett-Packard mit seinem Geschäftskundenangebot Elitebook und Probook nach. Auch sie haben ein neues Innenleben, das auf Intels neuen Sandy-Bridge-Prozessoren aufbaut.

Hochpreisig sind die Elitebooks mit einer recht großen Auswahl an Komponenten und einem neuen Design, das weiterhin als robust eingestuft wird. Neu sind das Elitebook 8460p (14 Zoll) und das 8560p (15 Zoll). Hier gibt es verschiedene matte Displays zur Auswahl. Das HD-Display bietet 1.366 x 768 Pixel im 16:9-Format. Das HD+-Display bietet 1.600 x 900 Pixel. Nur für das 15-Zoll-Gerät gibt es zudem ein FHD-Display mit 1.920 x 1080 Pixeln. Beim 15-Zoll-Elitebook bieten die beiden höherwertigen Displays bessere Einblickwinkel als das HD-Display.

Für externe Displays haben die Notebooks Displayport, VGA und DVI-D. DVI-D wird allerdings nur als Single-Link ausgeführt. Für Auflösungen jenseits der 1.920 x 1.200 Pixel muss Displayport verwendet werden.

Noch mehr Displayanschlüsse haben Notebooks mit einem AMD-Eyefinity-Grafikchip (Radeon HD 6470, 1 GByte Grafikspeicher). Dann sollen vier Monitore anschließbar sein. Weitere Anschlüsse an den Elitebooks: Expresscard/54, SD-Card und Firewire (IEEE1394a, vierpolig), eSATA und USB 3.0. Das 8560p hat zudem einen seriellen Anschluss.

Die Akkukapazitäten liegen zwischen 31 und 100 Wattstunden. Zudem gibt es einen 55-Wh-Akku, der eine längere Lebenszeit bieten soll als normale Akkus. Die Laufzeiten kann der Anwender mit Zusatzakkus erweitern. Beim 8460p sollen bis zu 32 Stunden möglich sein. Allerdings schleppt der Anwender dann 200 Wattstunden Akku (2 x 100 Wh) mit sich herum. Lenovo gibt bei seinen Thinkpads ähnliche Werte an und erreicht 188 Wh im T420 mit Akkuslice und Hauptakku.

Ohne optisches Laufwerk, mit kleinen Akkus und einer SSD wiegt das 8460p laut HP rund 2,1 kg, das 8560p 2,7 kg. Mit optischem Laufwerk und herkömmlicher Festplatte erhöht sich der Wert um 150 bis 200 Gramm.

Neue WWAN-Optionen für HSPA+ und EV-DO

In einigen Datenblättern finden sich zwei neue Modems für das mobile Internet. Das 8460p kann beispielsweise sowohl mit einem hs2340 genannten Modem als auch mit einem un2430 ausgestattet werden.

Das un2430 ist der Nachfolger des un2420, einem Kombimodem für CDMA-(EV-DO-) und W-CDMA-Mobilfunk (UMTS/HSPA) sowie einer Empfangseinheit für GPS-Signale. Ein Datenblatt für das Modem findet sich noch nicht auf den HP-Servern. Nur über die Datenblätter der Notebooks lässt sich erahnen, dass HP mit dem neuen Modem mehr Mobilfunkfrequenzen unterstützen wird, darunter auch das AWS-Band (1.700 MHz), das unter anderem für USA-Reisende interessant ist, da T-Mobile dort dieses Band benutzt. Im CDMA-Bereich fehlt allerdings noch das 450-MHz-Band, das bei einigen deutschen Netzbetreibern und beispielsweise in Osteuropa Verwendung findet.

HSPA+-Modems für Elitebooks

Wer auf CDMA verzichten kann, aber dafür schnelles HSPA+ haben möchte, kann zum hs2340 greifen. Genaue Datenraten gibt HP noch nicht an. Laut HP sind die integrierten Antennen der Elitebooks auch für zukünftige Mobilfunkstandards geeignet.

Für drahtlose lokale Netzwerke gibt es bei Bedarf eine integrierte Dual-Band-WLAN-Lösung (bis 450 MBit/s) und Bluetooth. Wer an eine Leitung muss, kann auf GBit-Ethernet zurückgreifen oder auch das 56K-Modem benutzen, das integriert ist.

Weitere Informationen gibt es im detaillierten PDF-Datenblatt des Elitebook 8460p, das auch das 8560p in Teilen berücksichtigt. Nachfolger der 12-Zoll-Elitebooks (2540p und 2740p) hat HP noch nicht angekündigt.

Probooks als günstige Alternative

Technisch nicht ganz so interessant sind die Probooks. Das sind weiterhin Unternehmensnotebooks mit weniger Optionen. Dual-Band-WLAN und das un2340-Mobilfunkmodem werden aber trotzdem bei einigen Modellen der b-Serie (6x60b) angeboten. Die s-Serie (4x30s) ist noch einmal günstiger als die anderen Probooks. Im Probook-Bereich gibt es neben 14- und 15-Zoll-Modellen (4430s, 6460b beziehungsweise 4530s, 6560b) auch ein 12-Zoll-System (4230s), 13-Zoll-Systeme (4330s, 6360b) und ein 17-Zoll-System (4730s).

Allgemeine Datenblätter zu den Elitebooks und Probooks sind in der US-Pressemitteilung indirekt verlinkt. Zu beachten ist, dass die Datenblätter nicht unbedingt für den europäischen Raum gelten und nicht alle Optionen abdecken.

Alle Notebooks sollen Mitte März 2011 in den USA erscheinen. Die Einstiegspreise der Elitebooks liegen zwischen 1.000 und 1.100 US-Dollar. Die Probooks gibt es schon ab 600 US-Dollar. Wie auch bei Lenovos neuen Thinkpads bezieht sich das auf Grundkonfigurationen, und es handelt sich um Nettopreise.  (ase)


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