Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1102/81633.html    Veröffentlicht: 23.02.2011 11:15    Kurz-URL: https://glm.io/81633

Oben ohne

Daimler stellt schnittiges Konzeptauto Smart Forspeed vor

Kein Dach, keine Seitenscheiben, nur ein kleiner Windabweiser: Das Konzeptauto Smart Forspeed ist etwas für sonniges Wetter. Seine Verbesserungen beim Antrieb sollen auch künftigen Elektrosmarts zugutekommen.

Daimler stellt auf einer Schweizer Automesse das Elektrokonzeptfahrzeug Smart Forspeed vor. Es basiert auf dem elektrisch angetriebenen Smart, sieht aber schnittiger aus und ist schneller.

Zweisitzer ohne Dach

Der Forspeed ist ein Zweisitzer, der zwar über ein schickes Design verfügt, aber nur etwas für Sommertage ist: Die Konstrukteure haben bei dem Auto auf das Dach ebenso verzichtet wie auf Seitenscheiben. Statt einer großen Windschutzscheibe hat das Auto nur einen deutlich flacheren Windabweiser.

Für Regentage gibt es eine Persenning, mit der der Fahrgastraum abgedeckt werden kann. Ein Reißverschluss in der Mitte ermöglicht es, nur einen Sitz freizulegen. Sollte der Fahrer vom Regen überrascht werden, ist das auch nicht schlimm für die Inneneinrichtung: Die ist nämlich wasserfest. Im Boden des Autos gibt es außerdem Öffnungen, damit das Wasser nicht im Fußraum steht, sondern abläuft.

Schneller als der aktuelle E-Smart

Angetrieben wird der Smart Forspeed wie der herkömmliche Smart Fortwo Electric Drive von einem Elektromotor mit einer Leistung von 30 kW. Er hat allerdings eine verbesserte Fahrleistung, so dass er schneller beschleunigt: Der Forspeed schafft es in 5,5 Sekunden von 0 auf 60 km/h. Das ist eine Sekunde weniger, als der aktuelle Elektrosmart braucht. Dessen Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h, die des Smart Forspeed bei 120 km/h. Der hat zudem noch eine Boost-Funktion, die kurzzeitig 5 kW mehr Leistung zur Verfügung stellt, etwa zum Überholen. Diese Verbesserungen sollen in künftigen Elektrosmarts eingesetzt werden.

Als Energiespeicher dient ein 16,5-kWh-Lithium-Ionen-Akku, der eine Reichweite von 135 km ermöglicht. Für deren Verlängerung sorgen einige Solarzellen im Windabweiser, die elektrische Energie in das Bordnetz des Autos speisen.

Schnellladung in 45 Minuten

Um den Akku zu laden, reicht eine herkömmliche Steckdose mit 230 Volt aus. Wie lange das dauert, sagt Daimler allerdings nicht. Eine Schnellladung auf 80 Prozent soll nur 45 Minuten dauern. Allerdings macht der Hersteller keine Angaben darüber, ob das auch mit dem normalen Haushaltsstromanschluss geht oder ob dafür eine eigene Schnellladeeinrichtung nötig ist.

Daimler stellt das Konzeptauto beim Genfer Autosalon vor. Die renommierte Automesse findet vom 3. bis zum 13. März 2011 statt.  (wp)


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