Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1102/81596.html    Veröffentlicht: 22.02.2011 11:44    Kurz-URL: https://glm.io/81596

Lenovo

Sandy-Bridge-Thinkpads sollen 24 Stunden Akkulaufzeit bieten

Die Thinkpad-Notebooks bekommen neue Prozessoren. Vier Serien seiner Geschäftskundennotebooks aktualisiert Lenovo und will mit Slice-Akkus Akkulaufzeiten über 24 Stunden erreichen.

Sechs neue Notebooks basierend auf Intels neuen Sandy-Bridge-Prozessoren hat Lenovo in den USA vorgestellt. Aktualisiert werden die Serien T, W, L und X.

In der T-Serie treten die Modelle Thinkpad T420 (14 Zoll) und T520 (15 Zoll) die Nachfolge der Notebooks T410 und T510 an. Neu ist vor allem das Innenleben, denn mit den Sandy-Bridge-Prozessoren wandert der Grafikkern von der Integration im CPU-Package direkt in das Die. Der neue Grafikkern ist zudem schneller als der der alten Core-i-Serie. Einige Notebooks werden auch mit einem dedizierten Grafikchip von Nvidia ausgestattet. Die automatische Umschaltung zwischen den Kernen wird mit Nvidias Optimus-Technik durchgeführt.

15 Stunden Laufzeit mit dem Standardakku

Die Akkulaufzeit der Thinkpads soll sich auf 24 Stunden verlängern lassen. Dazu ist allerdings ein Slice-Akku nötig. Mit dieser Akkuerweiterung gibt Lenovo beispielsweise beim T420 sogar 30 Stunden Laufzeit an. Ohne Zusatzakku werden 15 Stunden Akkulaufzeit mit dem 9-Zellen-Akku angegeben, der zur Standardausführung gehören soll. Eine Übersicht über Batteriekonfigurationen hat Lenovo auf seiner Webseite hinterlegt. Die Werte beziehen sich zwar auf alte Notebooks, geben aber dennoch eine Orientierung.

Derartig hohe Laufzeiten schafft der leichte Ableger des T420 nicht. 10 Stunden Akkulaufzeit soll das T420s bieten, allerdings nur mit dem optional erhältlichen Bay-Akku im Laufwerksschacht. Es wiegt laut Lenovo rund 1,8 kg. Die Gewichtsangabe bezieht sich vermutlich auf eine Konfiguration ohne ODD-Bay-Akku.

Die preislich im unteren Bereich angesiedelten L-Thinkpads sollen weiterhin einen Kompromiss zwischen ökologischer Unbedenklichkeit und Preis darstellen. Wer einen Desktopersatz braucht, bekommt mit dem W520 ein neues Angebot von Lenovo.

Neue Subnotebooks und Tablet-PCs

Zu der X-Serie gibt es bisher kaum Informationen. Der Name steht fest und die Akkulaufzeit des leichten Subnotebooks mit 12-Zoll-Display soll 23 Stunden betragen, vermutlich auch mit einem Akkuslice. Neben dem X220 wird auch ein X220t angedeutet. Als Convertible lässt sich bei diesem Modell das Display wegklappen und damit auch als Tablet-PC benutzen.

Gegenüber den alten Modellen sollen viele Thinkpads weniger Geräusche produzieren, unempfindlicher gegenüber Stößen und leichter sein. Das T420s ist allerdings nicht leichter als der Vorgänger. Außerdem setzt Lenovo jetzt verstärkt auf eine Festplatten-SSD-Kombination, um die Boot- und Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen. Im Falle des T420s hat der Anwender beispielsweise die Möglichkeit, 80 GByte Flashspeicher mit 320 GByte Festplattenspeicher zu kombinieren. Lenovo geht auch bei höherwertigen Modellen dazu über, Displays im Consumerformat 16:9 anzubieten. Die Bildschirme werden also breiter, allerdings gehen in der Höhe Pixel verloren.

Die technischen Daten wurden im Detail zu den neuen Modellen noch nicht bekanntgegeben. Gerade bei den Serien T, W und X bietet Lenovo in der Regel zahlreiche Konfigurationen an, die die meisten Bedürfnisse abdecken. Bei diesen Serien sind Modelle mit WWAN per W-CDMA (UMTS/HSPA) oder CDMA (EV-DO) und Dual-Band-WLAN häufig im Angebot.

Preise und Verfügbarkeiten in den USA

Europäische Preise und Informationen zu den neuen Produkten gibt es noch nicht. In der Regel gibt Lenovo Deutschland erst einige Tage später Informationen zu neuen Notebooks heraus. Eine entsprechende Anfrage wurde bisher nicht beantwortet.

In den USA sind die neuen Thinkpads für März 2011 angekündigt. Die L-Serie wird die günstigste Serie sein, mit Preisen knapp über 700 US-Dollar. Das T420 liegt preislich bei rund 800 US-Dollar. Das etwas größere T520 kostet rund 900 US-Dollar. Besonders teuer sind das leichte T420s und das Workstationmodell W520 mit jeweils rund 1.300 US-Dollar. Preise und Verfügbarkeit der X-Serie sind noch nicht bekannt. Alte Geräte lagen bei guter Ausstattung teils deutlich über 1.500 US-Dollar.

Die US-Preise beziehen sich meist auf Einstiegskonfigurationen, die möglicherweise so nicht auf den europäischen Markt kommen. Häufig ist ein kleiner Akku enthalten, der die beworbenen Akkulaufzeiten nicht erreichen kann. Zudem sind die angegebenen Preise Nettopreise.  (ase)


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