Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1102/81549.html    Veröffentlicht: 18.02.2011 18:01    Kurz-URL: https://glm.io/81549

Stephen Elop

Preise für Nokias Windows-Smartphones fallen schnell

Elop will schnell den Marktpreis für die angekündigten Windows-Phone-7-Smartphones drücken. Der Nokia-Chef teilte außerdem mit, er sei kein Microsoft-Aktionär mehr.

Nokia-Chef Stephen Elop erwartet, dass die Preise des Herstellers für die kommenden Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 7 schnell fallen werden. Das sagte Elop heute vor Journalisten in Finnland. Einer der wichtigsten Punkte bei den Verhandlungen mit Microsoft sei ein "sehr niedriger Preispunkt" gewesen. "Wir sind nun davon überzeugt, dass wir das sehr schnell erreichen können."

Im Februar 2010 hatte Microsoft zu Windows Phone 7 die Mindestanforderungen an die Hardware für die Gerätehersteller festgelegt. Danach muss jedes Windows-Phone-7-Gerät einen kapazitiven Touchscreen besitzen, der mindestens vier Multitouchpunkte kennt. Zudem müssen alle Geräte eine Windows-, eine Such- und eine Zurücktaste bieten. Außerdem sind ein Lagesensor, eine Mindestgeschwindigkeit des Prozessors sowie eine 5-Megapixel-Kamera vorgeschrieben. Das von der Deutschen Telekom im Oktober 2010 angekündigte Windows Phone 7 von HTC sollte laut Hersteller ohne Vertrag 510 Euro kosten. Mit 24 Monaten Vertragsbindung ist das HTC 7 Mozart inzwischen für 29,95 Euro bei dem Mobilfunkbetreiber im Angebot. Der monatliche Grundpreis beträgt dabei 59,95 Euro.

Elop sagte, die endgültige Vereinbarung zwischen Nokia und Microsoft werde erst in den nächsten Monaten unterzeichnet. Nokia hatte angekündigt, Windows Phone 7 als primäres Betriebssystem auf Nokia-Geräten einzusetzen. "Die Ergebnisse der Vereinbarung werden, so denken wir, relativ schnell in den nächsten Monaten umgesetzt. Es kann etwas kürzer oder etwas länger dauern", sagte Elop.

Elop erklärte, wie angekündigt seine Microsoft-Aktien komplett verkauft zu haben und nun 150.000 Nokia-Anteile zu besitzen. Der Kanadier ist seit September 2010 bei Nokia. Seine Microsoft-Anteile hatte Elop erst während seines Weggangs von dem Softwarekonzern erworben, was Anlass zu Spekulationen gab, Elop sei ein trojanisches Pferd Microsofts. Er habe sich nicht früher von dem Paket trennen können, weil dies während der Vertragsverhandlungen mit Microsoft unter Insiderhandel gefallen wäre, sagte Elop zur Begründung.  (asa)


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