Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1102/81454.html    Veröffentlicht: 16.02.2011 08:17    Kurz-URL: https://glm.io/81454

CUPP

Android auf dem Macbook Pro

CUPP Computing hat auf dem Mobile World Congress 2011 ein modifiziertes Macbook Pro gezeigt, auf dem neben Mac OS X auch Android und Ubuntu laufen kann. Möglich macht das ein Zweitcomputer, der anstelle des DVD-Laufwerks in den Mac eingebaut wurde.

Das norwegische Unternehmen CUPP Computing hat eine Hybridlösung namens CISS (CUPP Integrated Southbridge Solution) patentiert. Sie erlaubt die nahtlose Integration von RISC- und x86-Prozessoren in einem Standard-PC.

Das umgebaute Macbook Pro ist nach Angaben von Engadget mit einem Daughterboard im DVD-Laufwerksschacht ausgerüstet, auf dem ein OMAP ARM A8 von Texas Instruments läuft. Die Zusatzhardware benötigt deutlich weniger Strom als der normale Mac-Betrieb. Beim Prototyp wird zwischen beiden Systemen mit einem Knopf umgeschaltet.

Der Zweitrechner im Mac kann zum Beispiel als dauerhaft eingeschaltetes Minimalsystem genutzt werden, das den Anwender über eingegangene E-Mails und fällige Termine informiert und MP3s abspielt oder einen Webbrowser zur Verfügung stellt.

CUPP Computing will zwischen dem zweiten und vierten Quartal 2011 ein fertiges Produkt auf den Markt bringen - noch ist das Daughterboard nur ein Prototyp. Ob am Ende ein Zusatzmodul für das Apple-Notebook angeboten wird, wollte das Unternehmen Golem.de gegenüber nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren. Das System ist nicht auf Apple-Hardware beschränkt - theoretisch könnten auch andere Notebooks und PCs damit ausgerüstet werden. Zum Preis machte CUPP noch keine Angaben.  (ad)


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