Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1101/80874.html    Veröffentlicht: 21.01.2011 00:42    Kurz-URL: https://glm.io/80874

Interimschef

AMD erwartet 2011 Wachstum durch neue Produkte

Der neue AMD-Chef sieht das Unternehmen im Jahr 2011 durch neue Produkte wieder auf Wachstumskurs. Das vergangene Quartal verlief besser als von Analysten erwartet.

AMD hat im vierten Quartal 2010 einen Gewinn in Höhe von 375 Millionen US-Dollar (50 Cent pro Aktie) erzielt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 1,18 Milliarden US-Dollar (1,52 US-Dollar pro Aktie) verbucht. Vor einem Jahr wurde das Ergebnis durch die Einigung in einem Wettbewerbsrechtsstreit mit Intel um 1,24 Milliarden US-Dollar gesteigert. Der Umsatz stagnierte bei 1,65 Milliarden US-Dollar.

Vor Sonderposten lag der Gewinn des Prozessorherstellers bei 14 Cent pro Aktie, die Analysten hatten 11 Cent pro Aktie erwartet. Beim Umsatz lagen die Prognosen der Börsenexperten bei 1,63 Milliarden US-Dollar.

Im laufenden ersten Quartal 2011 stagniere der Umsatz weiter bei circa 1,65 Milliarden US-Dollar oder gehe leicht zurück, erklärte der Konzern. Die Analysten hatten nur 1,54 Milliarden US-Dollar erwartet. Gewinne aus der ausgegründeten Chipfertigung Globalfoundries rechnet AMD nicht mehr in die eigenen Ergebnisse ein. Dadurch konnten im vierten Quartal 2010 Steuern in Höhe von 236 Millionen US-Dollar gespart werden.

Der neue Quartalsbericht war der erste, den Übergangschef Thomas Seifert vorlegte. Sein Vorgänger Dirk Meyer war am 10. Januar 2011 wegen eines Streits mit den Eignern abgetreten, die schneller mehr Marktanteile bei Servern und mobilen Endgeräten erobern wollten.

Seifert blieb zugleich Finanzchef bei AMD. Er sei nicht daran interessiert, den Posten des Vorstandschefs dauerhaft zu übernehmen, so das Unternehmen. In der Telefonkonferenz mit Analysten erklärte Seifert, dass es nichts Neues bei der Suche nach einem Nachfolger für Meyer zu berichten gebe. Meyer habe zur Beendigung seines Vertrages 12 Millionen US-Dollar als Abfindung erhalten.

Der PC-Markt werde um 10 bis 11 Prozent wachsen. Das erste Quartal sei sehr gut angelaufen. "AMD beginnt das Jahr 2011 mit großem Schwung", sagte Seifert. "Ich bin zuversichtlich, dass wir profitables Wachstum erzielen werden, basierend auf der Stärke der neuen Produkte, die wir auf den Markt bringen werden."

AMD hatte im Vorfeld der CES in Las Vegas, Anfang Januar 2011, seine ersten Fusion-CPUs offiziell vorgestellt. AMD nannte die Chips Accelerated Processing Units (APUs), um deutlich zu machen, dass ein x86-Prozessor und ein DirectX-11-Grafikchip auf einem Die integriert wurden.  (asa)


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