Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1101/80782.html    Veröffentlicht: 18.01.2011 12:05    Kurz-URL: https://glm.io/80782

Firefox

Bislang keine Hardwarebeschleunigung für Linux

Die Hardwarebeschleunigung in Firefox 4 wird für Linux nicht standardmäßig aktiviert. Der Grund: Die 3D-Beschleunigung der meisten Treiber führt zu Darstellungsproblemen und sogar zu Abstürzen.

Weder OpenGL noch WebGL werden in Firefox 4 standardmäßig für Linux aktiviert, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, teilt Mozilla-Entwickler Boris Zbarsky mit. Grund seien die fehlerhaften freien Treiber, die grobe Darstellungsfehler und sogar Programmabstürze verursachten. Auch der Catalyst-Treiber von AMD funktioniere mehr schlecht als recht. Lediglich der geschlossene Nvidia-Treiber arbeite einwandfrei und stehe damit auf der Whitelist der Entwickler.

Auch Direct2D mit Xrender unter Linux laufe mit Firefox nur in seltenen Fällen einwandfrei, so Zbarsky. Wenn alles funktioniere, etwa mit den Nouveau-Treibern, dann müssen die Anwender unter Linux zwar auf Compositing verzichten, könnten immerhin aber ein beschleunigtes Canvas-Drawing genießen. Die Funktion Drawimage laufe unter Linux sogar schneller als unter Mac OS X.

Die Mozilla-Entwickler wollen sich dem Problem widmen und Workarounds oder sogar Bugfixes erarbeiten. Man sei aber auf die Hilfe der X.org-Entwickler und der Distributionsbetreuer angewiesen.

Inzwischen haben sich die Programmierer des X.org-Projekts des Problems angenommen: In einer E-Mail appellierte Mozilla-Programmierer Benoit Jacob an die Entwickler, sich um die fehlerhafte Unterstützung für WebGL zu kümmern. X.org-Entwickler David Airlie meldete sich bereits kurz darauf und bestätige die Fehler. Student und Entwickler Corbin Simpson hat das Problem bereits eingegrenzt, aber noch nicht gelöst.  (jt)


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