Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1101/80540.html    Veröffentlicht: 06.01.2011 15:36    Kurz-URL: https://glm.io/80540

Motorola Atrix

Das Android-Smartphone mutiert zum Netbook

Motorola stellt mit dem Atrix ein Android-Smartphone vor, das mittels Zubehör in ein Netbook verwandelt wird. Das neue Topprodukt von Motorola bietet außerdem technische Besonderheiten, wie etwa einen Fingerabdruckscanner, 1 GByte RAM und einen Dual-Core-Prozessor.

Speziell für das Atrix alias Atrix 4G hat Motorola das Zubehör Laptop Dock entwickelt. Es hat ein 11,6 Zoll großes Display, eine vollständige Tastatur und ein Trackpad. Wird das Smartphone in das Laptop Dock gesteckt, landen alle Inhalte automatisch auf dem größeren Display und Texte werden bequem per Tastatur eingegeben. Mit 36-Wh-Akku wiegt die Erweiterung 1,1 kg und mit einer Akkuladung soll eine Laufzeit von 8 Stunden erreicht werden. Wie groß das Laptop Dock ist und wie hoch der Preis für das Zubehör ist, ist nicht bekannt.

Befindet sich das Smartphone im Laptop Dock, stehen dem Nutzer innerhalb von Webtop eine Desktopversion von Firefox 3.6 und ein vollständiger Flash-Player zur Verfügung, verspricht Motorola. Dabei setzt der Hersteller auf die Virtualisierungslösung Xenclient von Citrix, um darin Desktopapplikationen laufen zu lassen. Welches Betriebssystem dann zum Einsatz kommt, ist nicht bekannt. Ein etwas ähnliches Konzept ohne Virtualisierungslösung hatte Palm mit dem Foleo vor 3,5 Jahren vorgestellt, dann aber nie auf den Markt gebracht.

Das Atrix hat einen 4 Zoll großen Touchscreen mit einem von Corning gefertigten Gorilla-Glas, um Kratzer zu verhindern. Bei 16 Millionen Farben wird eine Auflösung von 960 x 540 Pixeln erreicht. Das Mobiltelefon wird ausschließlich über den Touchscreen bedient, so dass alle Texteingaben über eine Bildschirmtastatur erfolgen. Ansonsten sind die vier typischen Android-Knöpfe vorhanden. Auf der Seite befindet sich ein Fingerabdrucksensor. Einen 5-Wege-Navigator hat sich Motorola gespart, so dass manche Android-Applikation nicht auf dem Gerät funktioniert.

9 Stunden Sprechzeit mit einer Akkuladung

Die 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Blitz kann Videos in 720p-Auflösung aufzeichnen. Neben dieser Hauptkamera gibt es auf der Vorderseite noch eine zweite VGA-Kamera für Videotelefonate. Der Arbeitsspeicher ist beachtliche 1 GByte groß; andere Android-Smartphones bieten hier maximal 512 MByte. Zudem gibt es 16 GByte internen Speicher und einen Micro-SD-Card-Steckplatz, der Speicherkarten mit bis zu 32 GByte unterstützt. Der Dual-Core-Prozessor im Atrix arbeitet mit einer Taktrate von 1 GHz.

Ob das UMTS-Mobiltelefon auch HSDPA beherrscht, ist nicht bekannt. Das Mobiltelefon unterstützt WLAN nach 802.11 b/g/n und deckt dabei nicht nur 2,4 GHz, sondern auch 5 GHz ab. Bei Mobiltelefonen ist das noch unüblich. Als weitere Drahtlostechnik wird Bluetooth 2.1 EDR unterstützt. Zudem hat das Gerät einen GPS-Empfänger und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Das Atrix läuft mit dem mittlerweile veralteten Android 2.2. Wie bei Motorola-Geräten üblich kommt die Motoblur-Erweiterung zum Einsatz.

Bei einem Gewicht von 135 Gramm misst das Atrix 63,5 x 117,75 x 10,95 mm. Der verwendete Akku mit 1.930 mAh soll eine Sprechzeit von 9 Stunden im GSM- und UMTS-Betrieb liefern. Nach etwa 11 Tagen im Bereitschaftsmodus muss der Akku geladen werden.

Motorola will das Atrix in Großbritannien im zweiten Quartal 2011 auf den Markt bringen. Wann das Mobiltelefon nach Deutschland kommt, ist nicht bekannt. In den USA kommt das Android-Smartphone unter der Bezeichnung Atrix 4G bereits im ersten Quartal 2011 auf den Markt. Auch für den US-Markt wurde noch kein Preis verraten.

Neben dem Laptop Dock will Motorola auch ein HD Multimedia Dock für das Atrix anbieten. Es bietet drei USB-Anschlüsse und einen HDMI-Ausgang. An die USB-Anschlüsse lassen sich Tastatur und Maus anschließen, um das Mobiltelefon darüber zu bedienen.  (ip)


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