Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1012/80217.html    Veröffentlicht: 18.12.2010 13:06    Kurz-URL: https://glm.io/80217

Identitätsdiebstahl

Millionen US-Bürger betroffen

Identitätsdiebstahl richtet in den USA jährlich einen volkswirtschaftlichen Milliardenschaden an. Fast zwölf Millionen US-Bürger waren in den Jahren 2006 und 2007 davon betroffen.

Der finanzielle Schaden aufgrund von Identitätsdiebstahl hat sich in den USA 2006 und 2007 auf insgesamt über 17 Milliarden US-Dollar belaufen. Das Amt für Justizstatistik (Bureau of Justice Statistics, BJS) in den USA hat entsprechende Zahlen aus einer Umfrage des Jahres 2008 veröffentlicht. Demnach war in den zwei Jahren davor in den USA rund ein Zwanzigstel der Personen ab dem Alter von 16 Jahren von einer Form des Identitätsdiebstahls betroffen, insgesamt etwa 11,7 Millionen Menschen.

Mehr als die Hälfte der Betroffenen (6,2 Millionen) musste einen Missbrauch ihres Kreditkartenkartenkontos verzeichnen, weitere 4,4 Millionen waren von einem Missbrauch des Bankkontos betroffen. Circa 16 Prozent aller Opfer (1,8 Millionen) waren sogar mehrfach von einer Form von Identitätsdiebstahl betroffen.

Das BJS erfasste in seiner Umfrage als Identitätsdiebstahl "den versuchten oder erfolgten Missbrauch eines bestehenden Kontos [...], den Missbrauch persönlicher Informationen zur Eröffnung eines neuen Kontos oder den Missbrauch persönlicher Informationen zum Erzielen persönlicher Vorteile durch Betrug". Insgesamt wurden 56.000 Menschen ab 16 Jahren befragt.

Etwa ein Viertel der Opfer erlitt einen unmittelbaren finanziellen Verlust, der sich im Durchschnitt auf 1870 US-Dollar belief.

Jüngere Personen aus der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen wurden häufiger Opfer von Identitätsdiebstahl als Senioren; Haushalte mit höherem Einkommen waren häufiger betroffen als solche mit geringem Einkommen. Nicht einmal ein Fünftel der Betroffenen meldete den Vorfall bei den zuständigen Behörden. Aber über die Hälfte musste mehr als einen Tag Zeit investieren, um die durch den Identitätsdiebstahl verursachten Probleme zu lösen. [von Robert A. Gehring]  (ji)


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