Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1012/80099.html    Veröffentlicht: 14.12.2010 11:29    Kurz-URL: https://glm.io/80099

Zweiter Versuch

Microsoft könnte Tablets und Windows 8 auf der CES zeigen

Die Hinweise verdichten sich, dass 2011 erneut zahlreiche Tablets auf der CES in Las Vegas gezeigt werden. Nachdem der Microsoft-Chef Steve Ballmer 2010 bereits ein Tablet in die Luft gehalten hat, soll es diesmal aber wirklich losgehen.

Microsoft hat anscheinend Pläne, auf der CES Windows-Tablets eine Plattform zu geben, das berichtet die New York Times unter Berufung auf firmennahe Quellen. Laut dem Bericht will auch Samsung ein Windows-Tablet vorstellen. Samsung ist in diesem Jahr durch das Galaxy Tab aufgefallen, das uns im Test überzeugt hat. Mit Android als Plattform ist das Galaxy Tab bisher einer der wenigen gelungenen Konkurrenten des iPads von Apple.

Auch von dem ein oder anderen Computerhersteller sind im Rahmen der CES-Vorbereitungen Anzeichen für neue Tablets zu erkennen. Viel versprechen sich die Hardware-Entwickler von Intels neuer Oak-Trail-Plattform: vor allem weniger elektrische Leistungsaufnahme.

Windows 8 auf Tablets?

Laut New York Times besteht sogar die Möglichkeit, dass Microsoft ein neues Betriebssystem auf den Tablets zeigt. Eine der Quellen behauptet, dass Microsoft Windows 8 für eine Vorstellung nutzen könnte. Bisher ist zu Windows 8 nur bekannt, dass es etwa 2012 erscheinen könnte. Ein Microsoft-Mitarbeiter hatte dies versehentlich angekündigt. Die wenigen Details, die über Windows 8 durchgesickert sind, lassen das System als durchaus geeignet für Tablets erscheinen. Windows 8 soll weniger elektrische Leistung aufnehmen und schneller starten. Bestätigt ist das von Microsoft allerdings nicht.

Keine Erwähnung findet die Nutzung von Windows Embedded Compact 7. Mitte 2010 wurde eine Vorversion des Tablet-Betriebssystems zum Download freigegeben. Seitdem ist es aber still geworden um den Windows-CE-Verwandten. Während Windows 7 und die Vorgänger eher für Tablet-PCs mit präziser Stiftbedienung geeignet ist, hat Microsoft Windows Embedded Compact an die typischen Bedürfnisse eines Tablets angepasst.

Die Geschichte wiederholt sich

Als Steve Ballmer im Januar 2010 erstmals das HP Slate in die Luft hielt, wurde noch von einem Jahr der Windows-Tablets ausgegangen. Auch HP erklärte Ende Januar, es sei das Jahr der Tablets in Slate-Bauform.

Apple zog allerdings kurze Zeit später mit der Vorstellung des iPads, das zum Verkaufserfolg wurde, alle Aufmerksamkeit auf sich. HPs Tablet kam hingegen erst vor wenigen Wochen offiziell als Slate 500 auf den Markt. Als Nischenprodukt mit äußerst geringen Stückzahlen und nur in den USA. Dank einer Stiftbedienung mit Digitizer unterscheidet sich HPs Slate aber von vielen anderen Endkunden-Tablets, die nicht in die Kategorie Tablet-PC fallen.  (ase)


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