Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1012/79994.html    Veröffentlicht: 08.12.2010 18:39    Kurz-URL: https://glm.io/79994

Sperrung von Wikileaks

US-Regierung setzt Paypal unter Druck

Paypal hat Wikileaks auf Druck der US-Regierung gesperrt. Das hat ein führender Mitarbeiter zugegeben. Die DDoS-Angriffe von Wikileaks-Unterstützern auf Mastercard haben inzwischen auch das Bezahlsystem des Kreditkartenunternehmens lahmgelegt.

Der Bezahldienstleister Paypal hat zugegeben, Wikileaks auf Druck der US-Regierung gesperrt zu haben, berichtet die britische Tageszeitung Guardian.

Das Außenministerium habe Paypal kontaktiert und erklärt, die Wikileaks-Veröffentlichungen seien illegal. Das Ministerium sei "sehr direkt" gewesen, erzählte Paypal-Vizechef Osama Bedier auf der Konferenz Le Web, die gegenwärtig in Paris stattfindet. Da sich das Unternehmen an die Gesetze der jeweiligen Länder halte, habe es sich entschlossen, das Konto zu sperren, sagte Bedier.

Mastercard lahmgelegt

Inzwischen haben die DDoS-Angriffe augenscheinlich auch die Zahlungssysteme von Mastercard lahmgelegt. Transaktionen mit allen Karten von Mastercard über das 3-D-Secure-System seien nicht möglich, berichtet der Zahlungsdienstleister Secure Trading in seinem Blog. Australische Händler haben dem britischen Branchendienst The Register ebenfalls von Ausfällen des Bezahlsystems berichtet.  (wp)


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