Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1012/79906.html    Veröffentlicht: 06.12.2010 12:20    Kurz-URL: https://glm.io/79906

Deutschland

Unternehmen kämpfen mit akuten IT-Sicherheitsproblemen

Die IT-Sicherheit hat im Jahr 2009 rund elf Prozent der Unternehmen in Deutschland akute Probleme bereitet. Bei 28 Prozent der Betroffenen wurden Daten zerstört, bei drei Prozent waren vertrauliche Informationen betroffen.

Elf Prozent der Unternehmen in Deutschland haben laut einer Studie des Statistischen Bundesamts im Jahr 2009 mit akuten IT-Sicherheitsproblemen gekämpft. 74 Prozent der Betroffenen gaben an, dass durch Hard- oder Softwarefehler Daten zerstört oder verändert worden seien und Dienste nicht verfügbar waren.

Befragt wurden Firmen ab zehn Beschäftigten, wie das Statistische Bundesamt am 6. Dezember 2010 in Wiesbaden bekanntgab. Bei 28 Prozent dieser Unternehmen wurden durch Schadsoftware oder nicht autorisierte Zugriffe Daten verändert oder zerstört. Bei drei Prozent der betroffenen Firmen konnten Angreifer mit Pharming oder Phishing vertrauliche Daten erbeuten.

Schuldzuweisungen und Weiterbildungen

Elf Prozent der Unternehmen mit Sicherheitsproblemen gaben den eigenen Beschäftigten die Schuld an den Vorfällen. Doch nur 25 Prozent aller befragten Firmen schulten die Mitarbeiter obligatorisch in IT-Sicherheit. 37 Prozent veranstalteten freiwillige Weiterbildungen in dem Bereich. In den Arbeitsverträgen bei 36 Prozent der Firmen sind IT-Sicherheitsregelungen beinhaltet. 32 Prozent haben ein formell festgelegtes Konzept für die IT-Sicherheit.

42 Prozent der Unternehmen setzen auf Passwort-Authentifizierung. Biometrische Methoden kommen erst bei vier Prozent der Firmen zum Einsatz. Externe Datensicherung nutzen 55 Prozent.

Das Statistische Bundesamt stellte die Studie im Vorfeld des fünften nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung vor, der am 7. Dezember 2010 in Dresden stattfindet. Dort diskutiert in der Arbeitsgruppe 4, "Vertrauen, Datenschutz und Sicherheit im Internet", Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mit Unternehmensspitzen von Secunet, Microsoft Deutschland, VZNet, Hewlett-Packard, eBay, Vodafone, 1&1, Deutsche Telekom und dem Bundesverband Deutscher Banken.  (asa)


Verwandte Artikel:
Computersicherheit: Risikofaktor Mensch   
(18.06.2007, https://glm.io/52934 )
Cisco-Studie: Ein guter Datenschutzplan verhindert Geldverluste   
(09.02.2018, https://glm.io/132692 )
Weniger Sicherheitslücken, mehr Malware   
(03.11.2008, https://glm.io/63326 )
Internet of Things: Brickerbot soll 2 Millionen IoT-Geräte zerstört haben   
(26.04.2017, https://glm.io/127483 )
Zukunft des Autos: "Unsere Elektrofahrzeuge sollen typische Porsche sein"   
(19.09.2017, https://glm.io/130095 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/