Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1011/79718.html    Veröffentlicht: 27.11.2010 12:13    Kurz-URL: https://glm.io/79718

Mark Zuckerberg

"Ich mache so viele Fehler"

Facebook-Chef Zuckerberg hat zugegeben, beim Aufbau des sozialen Netzwerks ständig Fehler zu machen. Das werde sich auch in Zukunft nicht ändern. "Aber wir geben unser Bestes", sagte er.

Facebook-Mitbegründer Mark Zuckerberg hat auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco eingestanden, bei der Führung des sozialen Netzwerks nicht immer richtig zu liegen. "Ich habe bisher so viele Fehler in der Unternehmensführung gemacht", sagte er nach einem Gespräch mit dem Journalisten John Battelle und Tim O'Reilly von O'Reilly Media auf eine Frage aus dem Publikum. "Ehrlich, im Grunde habe ich vielleicht jeden Fehler gemacht, den man sich vorstellen kann, oder ich werde ihn in den nächsten Jahren machen." Zuckerberg hatte vorher über Fehler beim Umgang mit Facebook-Nutzerdaten und den Streit mit Google gesprochen.

Facebook sei ein Beispiel für eine Unternehmensgeschichte, die deutlich zeige: "Wenn man ein Produkt aufbaut, das so viele Menschen lieben, dann kann man eine Menge Fehler machen." Facebooks Management lerne von seinen Fehlern und versuche, den Schaden immer wieder zu beheben. "Wir machen immer noch viele Fehler", erklärte Zuckerberg und nannte als Beispiel den Import von Kontakten bei Facebook. "Aber wir geben unser Bestes."

Bei den hundert Problemen, die es täglich in dem Unternehmen gebe, seien nur ein oder zwei wirklich wichtig, habe einer der Aufsichtsräte immer gesagt, sagte Zuckerberg. Es käme darauf an, sich voll auf die wenigen zu konzentrieren und die anderen auszublenden. Das gelte eigentlich für jedes Unternehmen.

Auf die Frage von O'Reilly, was Zuckerberg von einer Zusammenarbeit mit Google halte, um gemeinsam ein Social-Music-Produkt als Konkurrenz zu Apples iTunes aufzubauen, sagte er: "Wir wollen einfach eine offene Plattform bauen." Alles, was Facebook nicht selbst entwickeln müsse, würde auch eher nicht selbst von Facebook gemacht, erklärte der 26-Jährige. "Wir sind ein ziemlich kleines Unternehmen mit vielleicht ein paar hundert Entwicklern." Er würde in vielen Fällen lieber darauf setzen, dass andere Unternehmen ihr Geschäftsmodell auf Facebook entwickelten.  (asa)


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